Tabakkonsum in Deutschland: Immer mehr Frauen sterben an den Folgen des Rauchens

Veröffentlicht am 28.05.2013 09:39 von Redaktion RehaNews24.de

28.05.2013 | 08:00 

   

Wiesbaden. In den letzten 30 Jahren ist die Zahl der Frauen, die an einer für das Rauchen typischen Krebserkrankung verstarben, sehr stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages mitteilt, starben im Jahr 2011 fast 14 500 Frauen an Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopfkrebs. Gegenüber 1981 ist das eine Steigerung um 186 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verstorbenen Männer um rund 11 %. Trotzdem sterben insgesamt immer noch mehr Männer als Frauen an einer solchen Krebserkrankung – im Jahr 2011 waren es 31 000 Männer.

Der Verbrauch von in Deutschland versteuerten Tabakwaren hat sich in den letzten Jahren je nach Tabakart unterschiedlich entwickelt. So sank der tägliche Konsum von Zigaretten von 363 Millionen Stück im Jahr 2003 auf nur noch 225 Millionen Stück im Jahr 2012. Dagegen nahm im gleichen Zeitraum der tägliche Konsum von Zigarren und Zigarillos von 9 Millionen auf 10 Millionen Stück zu, der Konsum von Feinschnitt erhöhte sich von 51 Tonnen auf 74 Tonnen.

Datenbasis ist dabei die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Der tatsächliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten liegt noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten sind.

Produziert wurden im Jahr 2012 in Deutschland insgesamt 206,2 Milliarden Zigaretten, 2,0 Milliarden Zigarillos sowie 555 Millionen Zigarren. Daneben wurden 43 300 Tonnen Feinschnitt und 800 Tonnen Pfeifentabak hergestellt.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion von Zigarren um 4,4 % und von Feinschnitt um 1,1 %. Seit der deutschen Wiedervereinigung wurden in keinem Jahr mehr Zigarren und Feinschnitt in Deutschland hergestellt als in 2012. Dagegen sank die Produktion von Zigaretten um 6,3 %, die Produktion von Zigarillos um 17,5 % und die Produktion von Pfeifentabak um 25,1 %.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Zusatzinformationen und -funktionen, ist im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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