Sportlich werben für Inklusion und Rehabilitation

Veröffentlicht am 06.09.2016 13:06 von admin

Die 9. Bäder- und Reha-Radtour startet und endet in Kirchheim unter Teck

 

Logo der 9. Bäder- und Rehatour Quelle: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Logo der 9. Bäder- und Rehatour
Quelle: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam auf ihre Räder, Handbikes und Trikes steigen, startet sie wieder, die Bäder- und Rehatour: Die neunte Tour seit 2008 beginnt am Freitag, 2. September, in Kirchheim unter Teck und wird neun Tage später auch dort enden. Eindrucksvoll werden die Radfahrerinnen und Radfahrer mit Behinderungen auch jetzt wieder zeigen, was möglich ist. Das beeindruckt auch Sozialminister Manfred Lucha.

Die 40 Radsportlerinnen und Radsportler haben eine Botschaft im Gepäck: Sie werben für die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion, Rehabilitation und Prävention. Auf dem Programm der Fahrt durch Deutschland, die Schweiz und Österreich stehen insbesondere Besuche in Kurorten und Reha-Einrichtungen. Das erste Etappenziel ist das Kloster Obermarchtal. Zuvor diskutieren die Teilnehmer in der Gedenkstätte Grafeneck ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: die Ermordung von mehr als 10.000 behinderten Menschen durch die Nazis.

Am zweiten Tag geht es in Bad Buchau und Aulendorf um die Rehabilitation krebskranker Menschen. Am Etappenziel Wangen im Allgäu erfahren die Tourteilnehmer, wie beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen eine schulische und berufliche Qualifikation ermöglicht werden kann.

In den schweizerischen Kurorten Bad Ragaz, Davos und St. Moritz sowie in Österreich lernen die Tourteilnehmer, wie behinderten Menschen dort eine weitgehend selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Am Samstag, 10. September, wird die Radsportgruppe am Ende der rund 760 Kilometer langen Strecke wieder in Kirchheim unter Teck erwartet.

Initiator der Tour ist Hubert Seiter, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Krebsverbands Baden-Württemberg und ehemaliger Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Mit dem Projekt möchte er Zeichen setzen. Seine Botschaft: Mit guter fachlicher und medizinischer Unterstützung bei einer Reha und der notwendigen Willenskraft des Einzelnen kann nach einem Unfall oder einer Krankheit die Rückkehr in den Job und damit auch in die Gesellschaft und ins Leben gelingen.

Sport bedeutet Lebensqualität

Wie erfolgreich „Reha made in Germany“ sein kann, beweisen einige der Tourteilnehmer: Nach schweren Unfällen oder Erkrankungen hat ihnen eine Reha wieder ermöglicht, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. „Vor zehn Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, jemals wieder Rad zu fahren. Heute komme ich überall hin, wo ich will“, erzählt Uwe Keller, der nach einem schweren Schlaganfall auf dem Liegerad mitfährt. Wie wichtig die Unterstützung von Politik, Kostenträgern, Ärzten und Therapeuten ist, zeigt das Teilnehmerfeld. Mit von der Partie ist unter anderem der Ärztepräsident von Baden-Württemberg, Dr. Ulrich Clever. „Ich habe bei den Touren gelernt, was mit guter Rehabilitation, hoher Motivation der Betroffenen und solidarischer Unterstützung durch die Sozialversicherungsträger trotz Handicap noch beziehungsweise wieder möglich sein kann“, betont der Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

„Die Tour ist gelebte Inklusion“

Die Tour startet am 2. September um 10 Uhr bei der AOK in Kirchheim unter Teck. „Wir sind gerne der Gastgeber für den Start der Bäder- und Rehatour in Kirchheim unter Teck. Sport bei und nach Krebs ist wichtig für die Krankheitsbewältigung und schenkt Lebensfreude“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bäder- und Reha-Radtour werden bei der diesjährigen Tour wieder zeigen, dass es auch mit Beeinträchtigungen möglich ist, großartige sportliche Leistungen zu erbringen. „Für mich ist die Tour gelebte Inklusion: Alle gehören zum Team, die sportlichen Herausforderungen werden gemeinsam mit viel Freude am Sport gemeistert. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen eindrucksvoll deutlich, wie wichtig ein vielfältiges Rehabilitationsangebot ist“, sagt Tourinitiator Hubert Seiter.

Sozialminister Manfred Lucha ist begeistert

Der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha unterstützt den Gedanken der Tour. Im Vorfeld der Rundfahrt zeigte er sich beeindruckt von der Leistung: „Mir gefällt die Bäder- und Rehatour auch deshalb so gut, weil sie deutlich macht, wie einfach und selbstverständlich Inklusion gelebt werden kann. Die Bäder- und Rehatour zeigt vorbildlich: Inklusion kann auch bedeuten, dass man gemeinsam Rad fährt und die schöne Natur genießt. Von der sportlichen Leistung der Menschen mit und ohne Behinderung, die an der Tour teilnehmen, können sich viele Menschen ohne Handicap eine Scheibe abschneiden.“

Die Tour steht unter der Schirmherrschaft des Krebsverbands Baden-Württemberg. Viele der Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Fahrt sollen Spenden für Projekte des Krebsverbandes gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, IBAN: DE 97 6005 0101 0001 0139 00 – BIC: SOLADEST600).

Ansprechpartner für die Presse während der Tour
Hubert Seiter
Mobiltelefon: 0151-21206452

Pressekontakt für sonstige Fragen:
Birgit Fernbacher und Verena Mailer
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe
Telefon: 0721 825-23802 und 0721 825-23804
presse@drv-bw.de

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