Spina bifida-Ambulanz Mainz mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille der DVfR geehrt

Veröffentlicht am 11.08.2011 10:10 von DVfR

Für ihre besonderen Verdienste um die umfassende Begleitung und Rehabilitation von Menschen mit Spina bifida ist das Team der Spina bifida-Ambulanz des Zentrums für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie der Rheinhessen-Fachklinik Mainz mit der Kurt-Alphons-Jochheim Medaille der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation ausgezeichnet worden.

Die Medaille wurde im Rahmen des DVfR-Kongresses am 30.6.2011 in Berlin verliehen. Über die Ehrung freut sich das Team der Spina bifida-Ambulanz (v.l.n.r.): Christa Wollstädter, Rehaberaterin und Kinderkrankenschwester, Heike Herrmann, Verwaltungsleitung, Rosemarie Holm, Physiotherapeutin, Dr. Anne Bredel-Geißler, Oberärztin, Leiterin der Spina bifida-Ambulanz, Dr. Helmut Peters, ärztlicher Leiter des Zentrums für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie und Dr. Katharina Molnar, Assistenzärztin.

Laudator Prof. Hans Jürgen Gerner und Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR (im Bild hinten), gratulierten als Erste und dankten dem Team für ihr beispielgebendes Engagement.

Als eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland hat die Mainzer Spina bifida-Ambulanz Vorbildcharakter. Sie ist geprägt durch ihren ganzheitlichen Ansatz und die multidisziplinäre Versorgung der Patienten, die hervorragende Zusammenarbeit mit Experten umliegender Kliniken und der örtlichen Selbsthilfegruppe Arque (Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte mit Spina bifida/Rhein-Main-Nahe e. V.). Die umfassende Behandlung zeichnet sich dadurch aus, dass Patienten mit Spina bifida schon vor der Geburt und dann lebenslang von der Ambulanz durch ein Netz von vielen Kooperationspartnern regional und überregional versorgt werden.

Die Mainzer Ambulanz ist bisher die einzige Ambulanz bundesweit, die über einen freien Zugang ohne weitere Voraussetzungen (z.B. eine ärztliche Überweisung) zu einem Sozialpädiatrischen Zentrum auch für erwachsene Patienten mit Spina bifida verfügt. Die Ambulanz betreut regional und überregional im Jahr etwa 1000 Patienten kontinuierlich und langfristig. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit der langjährigen verlässlichen Betreuung über Altersgrenzen hinweg.

Das Behandlungskonzept der Mainzer Ambulanz bietet beispielhaft eine multidisziplinäre Versorgung, die sowohl eine umfassende medizinische Behandlung unter Beteiligung verschiedener Fachgebiete als auch alle Maßnahmen zur sozialen Teilhabe und einer möglichst selbständigen Lebensführung gleichrangig einbezieht.

Mit der jährlichen Verleihung der Kurt-Alphons-Jochheim Medaille würdigt die DVfR beispielgebende Konzepte und Initiativen der Rehabilitation zur Förderung von Teilhabe und Inklusion.

Weitere Informationen: www.dvfr.de

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