Sozialverband VdK fordert unabhängige Fachstelle für Barrierefreiheit

Veröffentlicht am 10.06.2015 12:53 von admin

10. Juni 2015

Sozial- und Behindertenverbände, darunter der Sozialverband VdK Deutschland, fordern die Bundesregierung auf, im Zuge der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes endlich eine unabhängige Fachstelle für Barrierefreiheit zu schaffen und dauerhaft zu finanzieren. Anlass ist ein heutiges Parlamentarisches Frühstück des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit.

„Ziel einer solchen Fachstelle muss es sein, die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes voranzutreiben und Menschen mit Behinderung und deren Interessenvertretungen bei ihren Initiativen für mehr Barrierefreiheit zu unterstützen. Barrierefreiheit ist Voraussetzung einer inklusiven Gesellschaft. Ihre Umsetzung ist durch die Behindertenrechtskonvention geboten. Deshalb dürfen wir auf eine dauerhafte Adresse für Barrierefreiheit nicht verzichten“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und Mitglied im Sprecherrat des Deutschen Behindertenrats.

Eine unabhängige Fachstelle für Barrierefreiheit könne auf bestehende Strukturen und Kompetenzen des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) aufbauen. Dieses ist für Menschen mit Behinderung und damit auch für die sie vertretenden Verbände seit seiner Gründung 2008 zu einem unverzichtbaren Bestandteil im Prozess der Herstellung von Barrierefreiheit geworden. „Sinnvoll ist es, das vorhandene Knowhow systematisch zu bündeln, weiterzuentwickeln und allen Menschen zentral zur Verfügung zu stellen“, so Mascher.

„Für uns in den Bundesländern ist das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ein unverzichtbarer Netzwerkpartner und Koordinator. Und dies keinesfalls nur im baulichen Bereich, sondern für Leitfäden fürs Museum, Standards für Produkte, im Verkehr sowie im Tourismus. Wir brauchen verlässliche Informationen und den Austausch für eine effektive und geforderte Beteiligung an allen Prozessen ‚auf Augenhöhe‘ für die vielen, meist ehrenamtlich aktiven Menschen mit Behinderung und ihre Partner“, betont die Gastrednerin beim Parlamentarierfrühstück, Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Die Behinderten- und Sozialverbände sind davon überzeugt, dass einer unabhängigen Fachstelle für Barrierefreiheit eine herausragende Bedeutung bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zukommt. Es brauche bei der Umsetzung von Barrierefreiheit vor Ort einen zentralen Ansprechpartner für Behindertenverbände, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, der Standards bündelt, Wissenslücken identifiziert und systematisch schließt. „Die Einrichtung einer solchen Stelle ist eine staatliche Aufgabe, die ausreichend finanziert werden muss“, betont Andreas Bethke, Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands und Vorstandsvorsitzender des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit.

Informationen zum Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit unter www.barrierefreiheit.de

Diese Pressemeldung als PDF herunterladen:

VdK-Presseinfo vom 10.6.2015 – Sozialverband VdK fordert unabhängige Fachstelle für Barrierefreiheit

Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Jurrmann (verantwortlich)
Linienstraße 131 – 10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
www.vdk.depresse@vdk.de

Präsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Berlin Charlottenburg – VR 33838 B

Der VdK bei Twitter: http://www.twitter.com/VdK_Deutschland
Der VdK bei Facebook: http://www.facebook.com/VdK.Deutschland

Print Friendly, PDF & Email

admin

Redaktion RehaNews24
----------------------
müller:kommunikation
Stefan Müller
Am Bertholdshof 87
44143 Dortmund
Tel.: 0231/2238234-0
Fax: 0231/2238234-2
Mail: info@muellerkom.de
www.muellerkom.de