Sozialverband BDH rät zu medizinischer Reha

Veröffentlicht am 03.02.2014 14:37 von redaktion

Pressemitteilung zur Rentenpolitik

Bonn, 3. Februar 2014. Der BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt die Kehrtwende in der Rentenpolitik. Dass nun auch Aspekte der Erwerbsminderungsrente aus der politischen Vergessenheit in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, sei nach den Worten der Verbandsvorsitzenden Ilse Müller allerhöchste Zeit. Krankheit dürfe nicht länger zur Armutsfalle einer wachsenden Zahl von Menschen in unserer Gesellschaft werden, weshalb auch Fragen der medizinischen Rehabilitation in den Mittelpunkt gerückt werden müssten: 

„Erwerbsminderungsrenten erreichen im Durchschnitt kaum eine Höhe von 600 Euro. Das ist nicht hinnehmbar. Die beschlossene verlängerte Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente wird das Problem zwar nicht lösen, aber etwas Druck vom Kessel nehmen. Wir plädieren nach wie vor für eine schrittweise Abschaffung der Abschläge zur moderaten Erhöhung der Rentensätze, um das System sozial tragfähig zu machen.“

 Der demografische Druck erfordere nach Ansicht des Sozialverbands auch eine Kehrtwende in der Präventionspolitik. Dazu Ilse Müller: „Zu viele Menschen scheiden krankheitsbedingt aus dem Erwerbsleben aus, da Maßnahmen medizinischer Reha budgetbedingt nicht vollständig ausgeschöpft werden könne. Die medizinische Rehabilitation ist eine Erfolgsgeschichte und kann sich angesichts der Alterungsprozesse in anderen europäischen Ländern zu einem entscheidenden Standortvorteil entwickeln. Die wissenschaftliche Expertise liegt dennoch in weiten Teilen Deutschlands politisch brach. Reha vor Rente kann uns helfen, Erwerbszeiten zu verlängern, Lebensqualität zu erhalten und uns im Kampf gegen den Fachkräftemangel unterstützen. Es ist höchste Zeit, über das Reha-Budget zu verhandeln und den politischen Kompass so auszurichten, dass auch in diesem Politikfeld Nachhaltigkeit zur obersten Maxime wird.“

 Der Sozialverband, der sich politisch vor allem für Menschen mit Handicap stark macht, sieht die Rentenpolitik in der Pflicht, soziale Gräben zuzuschütten und die Herausforderung wachsender Altersarmut in dieser Legislaturperiode ernsthaft anzunehmen: „Endlich kommt Bewegung in die Sache. Der Kampf gegen die grassierende Altersarmut ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung und besitzt oberste politische Priorität. Mit der Anerkennung der Erziehungsleistung von Müttern und der Leistung von lange Zeit Versicherten setzt die neue Bundesregierung einen ersten wichtigen Akzent und zeigt, dass die Interessen der Älteren in unserer Gesellschaft künftig wieder eine größere Rolle spielen. Denn eines darf man nicht vergessen: Rentenempfänger sind nach zahlreichen Nullrunden darauf angewiesen, dass der Gesetzgeber unterstützend eingreift und die wirtschaftlichen Folgen steigender Lebenshaltungskosten und Energiepreise sozial verträglich abfedert. Klar ist: Eine Politik gegen die ältere Generation lässt sich künftig weder inhaltlich noch wahltaktisch aufrechterhalten“, so Ilse Müller.

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