Schulische Inklusion ist der Weg zur neuen Bildungskultur

Veröffentlicht am 27.03.2013 10:30 von redaktion

Bonn. Nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation fehle in
Deutschland das klare Bekenntnis zur schulischen Inklusion. Diese
Einschätzung wurde durch die jüngste Studie der Bertelsmann Stiftung
belegt, die nachwies, dass lediglich jeder vierte Schüler mit
Behinderung eine reguläre Schule besucht. Nach Ansicht der
Vorsitzenden des Sozialverbandes, Ilse Müller, führe das Miteinander
von Menschen mit und ohne Behinderung an allen Bildungsstätten zu
einer wegweisenden neuen Bildungskultur:

„Eine gerechte Gesellschaft benötigt einen freien Zugang zu Wissen und
Bildung. Wir dürfen nicht zulassen, dass ein großer Teil junger
Menschen mit Behinderung weiterhin in einer „Closed Community“
beschult wird und damit erhebliche Nachteile im späteren Leben
erfährt. Die inklusive Schule ist mehr als eine Bildungsstätte. Sie
steht für den Erfolg von Toleranz und Gerechtigkeit einer offenen
Gesellschaft und wäre das Aushängeschild einer neuen Bildungskultur.
Besonderer Inklusionsbedarf besteht vor allem an weiterführenden
Bildungseinrichtungen, deren Inklusionsquoten mit fortschreitender
Schullaufbahn stetig sinken. Diese Struktur verfestigt die
Zwei-Klassen-Gesellschaft unseres Bildungssystems.“

Es fehle eine bundesweite Strategie und einheitliche Koordination der
Aktivitäten. Dies führe zu einem Flickenteppich inklusiver
Bildungsinitiativen, die erhebliche Unterschiede der landesweiten
Inklusionsquoten zur Folge hätten. Ein grundsätzlicher Webfehler des
deutschen Schulsystems, so Ilse Müller, die auf die formelle Pflicht
zur Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts verweist: „Die
UN-Behindertenrechtskonvention gibt dem Gesetzgeber einen klaren Kurs
vor, den Betroffene und Angehörige seit vier Jahren einfordern. Es
geht um die Zukunft einer halben Million Kinder mit ausgewiesenem
Förderbedarf, die wir mit Hilfe der Sonderpädagogen auch an
Regelschulen betreuen sollten.“

BDH Bundesverband Rehabilitation

Kontakt:
BDH Bundesleitung
V.i.S.d.P.: Ilse Müller
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0 fax 0228-96984-99
mail presse@bdh-bonn.de
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