„Schongang ist mir immer fremd gewesen.“

Veröffentlicht am 30.08.2017 17:09 von admin


18 Jahre lang moderierte Günter Wewel die ARD-Erfolgssendung „Kein schöner Land“, hieß darin Persönlichkeiten wie Udo Jürgens, Katja Ebstein und Heinz Rühmann willkommen und entführte Millionen Zuschauer an die schönsten Orte der Welt. Seit Anfang August erholt sich der 82-jährige Kammersänger in der Dr. Becker Klinik Möhnesee von einem Schwächeanfall in Folge einer akuten Durchblutungsstörung des Herzens – auch wenn er nicht gleich von einer kardiologischen Rehabilitation überzeugt war.

Kammersänger Günter Wewel erholt sich bis Ende August in der Dr. Becker Klinik Möhnesee.

Möhnesee. Mehr als 2.500 Patienten werden jährlich in der Dr. Becker Klinik Möhnesee behandelt, die sich auf eine kardiologische, psychosomatische und psychokardiologische Rehabilitation spezialisiert hat. Seit kurzem befindet sich ein bekanntes Gesicht unter den Patienten: Kammersänger Günter Wewel zog nach einem Schwächeanfall in Folge einer akuten Durchblutungsstörung des Herzens in die Klinik ein. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Ursula bezog er hier ein Doppelzimmer.

Das Ereignis geschah Mitte Juli im Wohnhaus des Arnsbergers. „Ich war müde und wollte mich hinlegen. Auf dem Weg ins Bett versagten meine Beine. Ursula rief den Notarzt und ich wurde in die Kardiologie des Klinikums in Arnsberg-Hüsten eingeliefert“, erzählt Wewel. „Ich hatte einen Puls von 35 und wurde sofort kardiochirurgisch behandelt, denn einige Arterien waren nicht mehr komplett durchlässig. Die Ärzte setzten mir erfolgreich vier Stents ein.“ Schwerwiegende Probleme mit dem Herzen habe der Kammersänger in der Vergangenheit nie gehabt, sagt er. „Ich habe mehr als 80 Opernrollen gespielt, bin für das Fernsehen um die ganze Welt gereist und es ist nie etwas passiert.“

Nur ein Drittel der Herzpatienten nimmt eine kardiologische Rehabilitation wahr
Die kardiologische Rehabilitation in der Dr. Becker Klinik Möhnesee trat der 82-Jährige nicht aus eigenem Antrieb an. „My home is my castle“, erklärt Wewel. „Ich wollte eigentlich gar keine Reha machen. Zu Hause fühle ich mich einfach am wohlsten. Ich war immer gesund, hielt eine Reha zunächst für nicht notwendig und wusste ehrlich gesagt auch gar nicht, was genau eine Reha ist. Erst auf Anraten meiner Ärzte entschied ich mich dafür. Sie sagten, eine Reha sei empfehlenswert und darüber hinaus  lebensverlängernd – ein gutes Argument.“

Chefarzt Dr. Rainer Schubmann weiß um die Wichtigkeit einer kardiologischen Rehabilitation.

Wewel ist mit seiner Einstellung nicht allein, weiß Dr. Rainer Schubmann, Chefarzt der Kardiologie und Psychokardiologie der Dr. Becker Klinik Möhnesee: „Tatsächlich nimmt nur ein Drittel der Menschen, die eine kardiologische Rehabilitation machen könnten, diese auch in Anspruch. Vor allem Männer stehen einer Reha häufig skeptisch gegenüber. Sie wissen nicht, was sie dort erwartet und lehnen eine Reha häufig ab, weil sie der Meinung sind, sie sei nicht notwendig.“ Dabei belegen Studien ihre Wirksamkeit. „Bei Menschen, die nach einem Herzereignis eine kardiologische Rehabilitation machen, kommt es im weiteren Verlauf zu weniger Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder einer Herzschwäche. Außerdem steigt die Lebenserwartung teilweise deutlich. Das liegt daran, dass die Reha auf einen gesundheitsbewussten und gesundheitsfördernden Lebensstil schult und die Therapie der Herz-Kreislauf-Risikofaktoren verbessert“, so Schubmann.

„Die Landschaft am Möhnesee ist wunderschön!“
Günter Wewel entschied sich bewusst für eine Reha in der Dr. Becker Klinik Möhnesee. „Meine Ärzte haben mir diese Klinik empfohlen“, erzählt er. „Außerdem befindet sie sich nah an unserem Zuhause und liegt wunderschön. Man kann hier am Möhnesee viele Spaziergänge machen.“

Der Kammersänger wird Ende August aus der Klinik entlassen. „Mir geht es wieder gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Reha und nehme viel mit. In Zukunft achte ich darauf, mich bewusster zu ernähren, mich mehr zu bewegen und Stress zu vermeiden. Schongang ist mir immer fremd gewesen. Aber momentan sage ich Anfragen für Auftritte ab“, sagt er. Gänzlich will Wewel darauf in Zukunft allerdings nicht verzichten.

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Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. Rund 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psycho-Kardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee

Kontakt:

Dr. Becker Klinikgruppe

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