Rückfälle in die Depression verhindern – Startschuss einer innovativen Reha-Nachsorge via App

Veröffentlicht am 27.10.2016 10:44 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung


(Bad Dürkheim, 27. Oktober 2016) Rückfälle sind bei depressiven Patienten im Anschluss an eine stationäre Rehabilitations­behandlung leider keine Seltenheit. Der Weg zurück in den Alltag fällt oftmals schwer und braucht Unterstützung. Mit “DE-RENA“ startet im November nun ein neues ambulantes Nachsorgeangebot, welches eine Smartphone App nutzt, um depressiven Patienten nach der psychosomatischen Reha „rund um die Uhr“ zur Seite zu stehen. So soll die App helfen, gelernte Verhaltensstrategien in den Alltag zu übertragen, Rückfällen vorzubeugen und die Nachhaltigkeit der Therapieerfolge zu steigern. Dabei werden die Patienten bereits am Ende der stationären Behandlung therapeutisch und technisch auf die spätere Nutzung der Nachsorge-App vorbereitet. In der anschließenden Anwendung begleitet ein Verhaltenstherapeut die Patienten als persönlicher Coach zudem telefonisch. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist Kooperationspartner und Förderer dieses innovativen Ansatzes digital unterstützter Nachsorge.

Die Rückkehr in den Alltag – ein altbekanntes Schnittstellenproblem in der Reha-Nachsorge

Ein zentrales Problem der Behandlung psychosomatischer Störungen liegt im Übergang von der Rehabilitationsklinik in das gewohnte Umfeld zu Hause. Dort wartet die besondere Hausforderung, die in der Therapie erarbeiteten Verhaltensstrategien in den Alltag zu übertragen. Bisherige Hilfestellungen der ambulanten Rehabilitationsnachsorge – mittlerweile fester Bestandteil des Regelangebots der Rentenversicherer – sind dabei oftmals personalintensiv. Auch für die Patienten sind diese Angebote durch Anfahrtswege und die zeitliche Vereinbarkeit mit dem Beruf meist mit relativ hohem Aufwand verbunden.

„DE-RENA“ als digitale Lösung – Eröffnung neuer Flexibilität und Möglichkeiten für die Patienten

Die massive Steigerung der Smartphone-Nutzer in Deutschland und ein zugleich hohes Interesse an gesundheitsbezogenen Anwendungen, eröffnen neue Möglichkeiten in der Rehabilitationsnachsorge. Diese kann, unter Nutzung neuer technischer Möglichkeiten, in einer niederschwelligen, kostengünstigen, ortsunabhängigen und effektiven Form angeboten werden. Genau diese Chance greift die Smartphone-App des neuen Nachsorgeangebotes „DE-RENA“ auf und unterstützt Patienten exakt dort, wo sie Hilfe bei der Umsetzung ihrer neuen Vorsätze benötigen: im Alltag, zuhause oder bei der Arbeit –  immer dann, wenn schwierige Situationen auftreten. Unabhängig von Zeit und Ort.

Über die App erhalten die Patienten mobile Möglichkeiten der Tagesplanung und -bewertung, der Balance unterschiedlicher Lebensbereiche, der individuellen Formulierung von Verhaltensvorsätzen und der Bewertung des eigenen Handelns. Dabei können sie Schwierigkeiten und Erfolge dokumentieren und in der weiteren Handlungsplanung berücksichtigen. Zudem bekommen die Patienten durch die App auch unmittelbare Rückmeldungen dazu, wo sie gerade stehen. Sie werden in ihren Fortschritten gestärkt und auf Schwierigkeiten hingewiesen. Dadurch behalten sie sich selbst und ihr Verhalten besser im Blick.

Auch der Coach in der Klinik erhält durch die App regelmäßig Informationen zu der aktuellen Situation seines Nachsorgepatienten. So kann er auf mögliche Schwierigkeiten und auffällige Verläufe, aber auch auf Fortschritte reagieren und diese im telefonischen Kontakt gezielt mit dem Patienten besprechen.

Start des Pilotprojektes für Erkenntnisse zur Wirkung und Akzeptanz

Nun wird das „DE-RENA“-Nachsorgeprogramm im „Realbetrieb“ auf seine Wirksamkeit und die erforderliche breite Akzeptanz bei Patienten und Therapeuten überprüft. Dabei wird das von der DRV Bund finanzierte und von der DRV Rheinland-Pfalz mitgetragene zweijährige Pilotprojekt ab November 2016 zuerst an der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim und im Rehabilitationszentrum der DRV Bund in Bad Salzuflen umgesetzt.

Neben der grundsätzlichen Wirkung und Akzeptanz der App werden dabei auch Erkenntnisse zum optimalen Verhältnis zwischen Nutzungsaufwand und therapeutischem Nutzen sowie zu persönlichen Eigenschaften der unterschiedlichen Nutzergruppen erwartet. Mit erfolgsversprechenden Erkenntnissen dieser ersten Implementierung könnte „DE-RENA“ als ergänzendes Angebot zu den bestehenden Gruppenprogrammen in die Regelversorgung der psychosomatischen Rehabilitation übernommen und auch in anderen Reha-Einrichtungen eingeführt werden.

 

Pressekontakt

 

Dipl.-Psych. Stefan Schmädeke

Leitender Psychologe

AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim

Telefon: 06322 934238

E-Mail: sschmaedeke@ahg.de

 

AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft AG

Marketing und Kommunikation

Dr. Frank Grundmann
Christiane Lindenau

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E-Mail: kommunikation@ahg.de

Fax (02 11) 30 11-21 86

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