Rehaklinik Ob der Tauber erhält Zertifikat als „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“

Veröffentlicht am 14.03.2018 12:52 von RehaZentren BW

Die Rehaklinik Ob der Tauber darf sich ab sofort „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ nennen. Vergeben wird die Auszeichnung durch das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ und steht am Ende eines intensiven Zertifizierungsprozesses. In Baden-Württemberg ist die Bad Mergentheimer Klinik erst die zweite zertifizierte „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“. Dementsprechend groß war die Zahl an Gratulanten bei der feierlichen Zertifikatsübergabe am 12. März. Nicht nur der Oberbürgermeister und die Kurdirektorin der Stadt Bad Mergentheim sondern auch hochrangige Vertreter der Deutschen Rentenversicherung, des Landratsamtes, der Selbsthilfegruppen sowie des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit richteten lobende und anerkennende Worte an die Duale Klinikleitung und das gesamte Team der Rehaklinik Ob der Tauber.
Die Diagnose einer Erkrankung ist für viele Betroffene und deren Angehörige ein einschneidendes Ereignis. Ergänzend zur akut- und rehabilitationsmedizinischen Behandlung benötigen viele Betroffene Zeit und Unterstützung, um ihre Erkrankung annehmen und mit ihr leben zu können. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen, die sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil unseres Gesundheitssystems entwickelt haben.

In ihren einleitenden Worten zur feierlichen Zertifikatsübergabe am 12. März in der Rehaklinik Ob der Tauber erläuterte Chefärztin Dr. med. Sylvia Zipse die herausragende Bedeutung der Selbsthilfegruppen: „In den Gruppen finden die Betroffenen sowohl Erfahrungswissen im Umgang mit ihrer Krankheit als auch emotionale Unterstützung durch Gleichgesinnte. Dieser intensive Austausch spielt für den Genesungsprozess eine wichtige Rolle. Er kann verhindern, dass Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt in ein Loch fallen. Darüber hinaus profitieren auch Ärzte, Therapeuten und Pflegende von den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen und können ihre Patientinnen und Patienten in Therapie und Pflege noch besser unterstützen“.

Die langjährige intensive, professionelle und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Rehaklinik Ob der Tauber und zahlreichen Selbsthilfegruppen wurde nun auch offiziell bestätigt und belohnt: Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen hat der Bad Mergentheimer Rehaklinik das Siegel „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ verliehen. Der Auszeichnung liegt ein längerer und intensiver Zertifizierungsprozess zugrunde. „Gemeinsam mit der Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken und regionalen Selbsthilfegruppen beschreitet die Klinik engagiert den Weg, ihr ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe zu erweitern und nachhaltig den Kontakt zwischen Patienten und Selbsthilfe zu fördern“, so das Fazit von Antje Liesener, Bundeskoordinatorin des Netzwerks, die eigens zur Zertifikatsübergabe aus Berlin angereist war.

Die Glückwünsche seitens der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg überbrachte Juan Victor Coseriu Pisani, Abteilungsleiter Sozialmedizinischer Dienst/Rehamanagement. Auch er sieht in der Selbsthilfe einen wichtigen Partner für alle Betroffenen und Angehörigen aber auch für die Kliniken. Eine Partnerschaft, die kein Selbstläufer ist sondern laufend gepflegt und weiterentwickelt werden muss. Und dies ist in der Rehaklinik Ob der Tauber auf herausragende Weise gelungen.

Gerade in ländlichen Regionen ist die Gesundheitsbranche ein wichtiger Arbeitgeber. Dies gilt auch für ein traditionsreiches und weit über die Grenzen Baden-Württemberg hinaus bekanntes Gesundheitszentrum wie Bad Mergentheim. Dementsprechend stolz zeigten sich Oberbürgermeister Udo Glatthaar und Kurdirektorin Katrin Löbbecke nicht nur über die erfolgreiche Arbeit der Rehaklinik Ob der Tauber. Auch die aktuell laufenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in der Klinik sind ein klares Bekenntnis zum Standort Bad-Mergentheim. Dieser Anerkennung schloss sich auch Elisabeth Krug, Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit beim Landratsamt Main-Tauber Kreis an. Sie überbrachte die herzlichen Glückwünsche des Landrates und des Landkreises.

Die nicht nur wichtige sondern auch intensive und emotionale Arbeit der Selbsthilfegruppen kennt Susanne Mandl aus eigener Erfahrung. Sie leitet die Frauenselbsthilfe nach Krebs in Heidenheim und ist gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg. Stellvertretend für die zahlreichen Selbsthilfegruppen, die mit der Rehaklinik Ob der Tauber zusammenarbeiten, richtete sie ihren Dank nicht nur an die Klinik sondern an alle ehrenamtlich in der Selbsthilfe Engagierten.

Zu den Gratulantinnen gehörte auch Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH, die aus terminlichen Gründen nicht selbst an der Feier teilnehmen konnte: „In den Rehakliniken unseres Verbundes ist die Selbsthilfefreundlichkeit ein Kernelement der Patientenversorgung. Mit dem Qualitätssiegel „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ heben wir die elementar wichtige Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe auf eine neue, hochprofessionelle Stufe. Mein Dank gilt allen Beteiligten und wir nehmen die Auszeichnung nicht nur als Bestätigung für die geleistete Arbeit sondern auch als Ansporn für die Zukunft. Unser Ziel ist es, bis Ende 2018 alle Kliniken im Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg entsprechend zu zertifizieren.“

Abschließend nutze die Duale Klinikleitung der Rehaklinik Ob der Tauber, Chefärztin Dr. med. Sylvia Zipse und Kaufmännischer Leiter Traugott Weber, die Gelegenheit, ein großes Dankeschön an alle Beteiligten auszusprechen: „Der Erfolg, den wir heute feiern dürfen, ist eine Teamleistung. Maßgeblich unterstützt durch den Einsatz unserer Selbsthilfebeauftragten Margret Kauper-Michelbach haben wir gemeinsam mit den beteiligten Selbsthilfegruppen, der Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken als unserem Kooperationspartner und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur Qualitätszirkel etabliert sondern ein System der engen und professionellen Zusammenarbeit aufgebaut. Und dies im Sinne unserer Patienten und ihrer Angehörigen“.

Qualitätskriterien

Speziell abgestimmt auf die besonderen Belange von Rehabilitationskliniken und ihren Patienten hat das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ Qualitätskriterien entwickelt. Sie bilden die wichtigsten Aspekte der Selbsthilfefreundlichkeit ab und bieten eine gute Orientierung, wie die Zusammenarbeit zwischen Rehabilitationsklinik und Selbsthilfe konkret gestaltet werden kann. Gleichzeitig ist ihre Erfüllung Voraussetzung für die Zertifizierung zur „Selbsthilfefreundlichen Rehaklinik“.
Dazu gehört unter anderem, die nötige Infrastruktur wie z.B. Räumlichkeiten für Treffen der Selbsthilfegruppen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird eine Selbsthilfebeauftragte benannt und es muss gewährleistet sein, dass Patientinnen und Patienten vom medizinischen Personal über Selbsthilfegruppen informiert werden und die Selbsthilfe in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden wird. Ebenso finden regelmäßige Qualitätszirkel zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Rehaklinik, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstelle statt.

Kooperationspartner:
Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken

Mitwirkende im Qualitätszirkel Selbsthilfefreundlichkeit an der Rehaklinik Ob der Tauber:
Deutsche Kontinenzgesellschaft
www.kontinenz-gesellschaft.de
Deutsche Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa Vereinigung DCCV
www.dccv.de
Selbsthilfegruppen Frauen/Männer nach Krebs
www.frauenselbsthilfe.de; www.prostatakrebs-bps.de
Selbsthilfegruppe ILCO
www.ilco.de
Selbsthilfegruppe Adipositas

www.selbsthilfegruppen-adipositas.de

Rehaklinik Ob der Tauber
Die 1962 gegründete Rehaklinik Ob der Tauber ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Stoffwechsel- und Magen-Darm-Erkrankungen einschließlich Tumoren des Gastroentestinaltraktes. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, die 2007 aus dem Zusammenschluss der der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

Kontakt:

RehaZentren Baden-Württemberg
Jörg Skupin, Referent Public Relations
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel.: 0711 6994 639 20

Print Friendly, PDF & Email

Hits: 10






Ähnliche Nachrichten

  • Im Dialog mit der Politik: Bundestagsabgeordneter Axel Müller informiert sich in der Rehaklinik Überruh über Prävention und Rehabilitation
  • Diese Website zeichnet einige statistische Daten über ihre Benutzer und deren Herkunft anonymisiert auf, um Ihnen einen besseren Service anbieten zu können. Das geschieht unter Berücksichtigung der Datenschutzgrundverordnung DSGVO /European General Data Protection Regulation. Wenn Sie dem nicht zustimmen wollen, klicken Sie bitte hier auf: Ich lehne ab . Das System speichert dann Ihre Entscheidung als Cookie für ein Jahr auf Ihrem Rechner. Ich stimme zu, Ich lehne ab.
    929