Rehabilitation muss noch passgenauer ausgerichtet werden

Veröffentlicht am 17.02.2016 16:42 von Redaktion RehaNews24

 

Münster, 17.02.2016

Erster Direktor der DRV Westfalen, Thomas Keck, im Interview mit „Deutschandradio Kultur“

– 30-minütiges Radio-Feature beleuchtet die Lage und Zukunft der Rehabilitation

 

Die Rehabilitation in Deutschland muss in Zukunft noch weiter auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten sowie auch ihrer Arbeitgeber eingehen. Diesen Auftrag an die Reha selbst und an die politischen Rahmenbedingungen zeigte der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Thomas Keck, im „Deutschlandradio Kultur“ auf. „Individuell, passgenau den Einzelnen dahin bringen, wo er vorher war und ihn dazu befähigen, seinen ursprünglichen Arbeitsplatz – wenn möglich – wieder in Anspruch nehmen zu können. Und Rehabilitation kann da nicht stehen bleiben, sondern sie muss sich anpassen, an die Bedürfnisse des Arbeitnehmers und an die Bedürfnisse des Arbeitgebers“, formulierte Keck in dem Radio-Interview.

 Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Medizinisch-Beruflich-Orientierte-Rehabilitation (MBOR), bei der bereits jetzt sehr individuell auf die Berufswelt der Patienten eingegangen wird. Schon in der Reha wird konkret und praxisorientiert für den passgenauen Wiedereinstieg in den jeweiligen Beruf des Patienten trainiert. Gerade die DRV Westfalen engagiert sich stark für die Ziele und den Ausbau von MBOR in der Rehabilitation.

 

Thomas Keck stellte in dem Rundfunk-Beitrag heraus, dass eine hochwertige und möglichst passgenaue Rehabilitation neben der Verbesserung von Lebensqualität auch ein echtes Plus für die Volkswirtschaft bringe. “Wenn Sie fünf Monate nach der Reha wieder arbeiten, haben Sie die Kosten ihrer Rehabilitation wieder selbst erwirtschaftet“, rechnete Keck vor. Grundlage dieser Rechnung sind Studien, die die hohe Rentabilität der Reha sowohl für den Patienten als auch die gesamte Volkswirtschaft ermittelt haben.

„Deutschlandradio Kultur“ hatte mit einem halbstündigen Feature ausführlich die Lage und Zukunftsperspektiven der Rehabilitation beleuchtet. Dabei ging es auch um die Rahmenbedingungen für die Kostenträger der Reha-Maßnahmen. Der Beitrag hinterfragte beispielsweise kritisch die Deckelung der Reha-Ausgaben durch den Gesetzgeber mit dem sog. Reha-Budget. Thomas Keck appellierte dabei zusammen mit anderen Fachleuten, diese Begrenzung von außen abzuschaffen und mehr auf die Eigenverantwortung z. B. der Rentenversicherungsträger zu setzen: “Grundsätzlich hielten wir es für richtig, dass die Selbstverwaltung der Rentenversicherung das Budget festlegt anhand des Bedarfs“, sagte der Erste Direktor der DRV Westfalen in dem Interview wörtlich.

 

Link-Tipp:

 Den kompletten Radio-Beitrag finden Sie im Online-Angebot beim „Deutschlandradio Kultur“ unter:

http://www.deutschlandradiokultur.de/reha-massnahmen-als-wirtschaftsfaktor-der-preis-der.976.de.html?dram:article_id=345740

 

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