Psychotherapeuten in Ausbildung sind keine Praktikanten

Veröffentlicht am 24.03.2014 16:03 von Redaktion RehaNews24.de

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen 24. März 2014

 Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) freut sich über den kommenden Mindestlohn. „Einerseits fordern wir, dass Menschen lebenslang lernen und sich ihnen bietende Bildungschancen nutzen, andererseits müssen sie dann aber erfahren, dass sie trotz ihrer Ausbildung oder ihres Studiums fast unentgeltlich als Praktikant ihren Einstieg in die Arbeitswelt finden müssen“, erklärt BDP-Präsident Prof. Michael Krämer.

Deshalb fordert der Verband die an dem Gesetzentwurf Beteiligten auf, diese Ungerechtigkeit zu beenden und bei der Ausnahmeregelung für „Praktikanten“ in eindeutiger Formulierung Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung und Akademiker auszunehmen.

 Auch für viele Psychologen, die aktuell in ihrer Ausbildung zum Psychotherapeuten mindestens ein Jahr in einer psychiatrischen Einrichtung tätig sind und lediglich Arbeitsverträge als Praktikanten haben, sollte dies gelten. Oftmals werden die Psychotherapeuten in Ausbildung in den Kliniken gar nicht entlohnt, obwohl sie sehr gut ausgebildet sind und selbstständig arbeiten. Dass ihre geleisteten Einsätze und Stunden den Krankenkassen von den Kliniken in Rechnung gestellt werden, ist aber üblich. Erste Urteile bestätigen, dass sie keine richtigen Praktikanten sind und für die Kliniken wirtschaftlich verwertbare Leistungen erbringen (z.B.

LSG Saarland, AZ L 1 R 73/11; LAG NRW AZ. 11 Sa 74/12). „Eine Festschreibung der Tatsache, dass Psychotherapeuten in Ausbildung nicht mit der Ausnahmeregelung für Praktikanten gemeint sind, ist überfällig und nach der Intention des Gesetzgebers eine erforderliche Klarstellung“, betont Robin Siegel, der sich im Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP für die Aufhebung dieses Missstandes engagiert.

 Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:

www.bdp-verband.de/bdp/presse/2014/04_BDP_Pressemitteilung.pdf

Ansprechpartner für die Presse:

Alenka Tschischka, Pressereferentin,
a.tschischka@bdp-verband.de
Am Köllnischen Park 2,
10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
Fax: 030 – 209 166 680

Über den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP):

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen und politischen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologen und Psychologinnen aus allen Tätigkeitsbereichen. Diese sind unter anderem: Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Umweltpsychologie und Politische Psychologie. Der BDP wurde 1946 gegründet und ist Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Rund

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Besuchen Sie den BDP im Internet:

www.bdp-verband.de

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