Psychisch Erkrankten eine bessere Perspektive für den Neustart ins Arbeitsleben geben

Veröffentlicht am 01.03.2018 11:25 von BFW_Leipzig

Sind die Wünsche realistisch? Das will man in der Berufsfindung/ Arbeitserprobung am BTZ Chemnitz herausfinden. © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Sind die Wünsche realistisch? Das will man in der Berufsfindung/ Arbeitserprobung am BTZ Chemnitz herausfinden. © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Das Berufliche Trainingszentrum Chemnitz (BTZ Chemnitz) besteht im März genau ein Jahr. Die Einrichtung des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig) baut aufgrund der Erfahrungen seine Angebote weiter aus. Dazu gehört die Verlängerung der Berufsfindung und Arbeitsprobung für Menschen mit psychischen Erkrankungen von vier auf sechs Wochen.

„Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, dass sich Betroffene schneller wieder im Arbeitsleben integrieren können“, sagt Marko Daubitz, seit September letzten Jahres Fachbereichsleiter des BTZ Chemnitz. Die Berufsfindung/Arbeitserprobung hilft dabei, eine fundierte Entscheidung für eine berufliche Neuorientierung der psychisch kranken Menschen zu treffen. Die Einschätzung der beruflichen Eignung auf Basis persönlicher Fähigkeiten und Potenziale für eine oder mehrere Tätigkeiten ist dabei der wichtigste Bestandteil der Maßnahme. „Die Verlängerung haben wir auch durchgeführt, um die Abläufe und die Qualitätsstandards an das BTZ Leipzig anzugleichen. Es ist uns zudem für die Teilnehmer sehr wichtig, dass wir die Zeit für eine tiefergehende Testung und Erprobung haben“, betont Marko Daubitz.

Bei der Berufsorientierung geht es um realistische und arbeitsmarktkonforme Berufsziele. Die Menschen kämen oft nach persönlichen und/oder beruflichen Überlastungserlebnissen in die Maßnahme und suchen einen Neuanfang. Berufliche Vorstellungen und eigene Fähigkeiten sollten dann übereinstimmen. „Wir wollen niemandem etwas überstülpen. Deshalb bedarf es dieser Verlängerung. Das sagen uns die Erfahrungen aus Leipzig“, weiß der Leiter des BTZ Chemnitz zu berichten.

Neben dem beruflichen Orientierungsprozess sowie der Beurteilung konkreter Leistungs- und Fähigkeitsmerkmale stellt insbesondere die Beurteilung der Belastbarkeit des Teilnehmers unter schul- und berufsalltagstypischer Beanspruchung einen wesentlichen Schwerpunkt der Maßnahme dar. „Die verlängerte Maßnahmedauer bietet dafür eine verlässlichere Bewertungsbasis“, ist sich Marko Daubitz sicher.

In der Arbeitserprobung gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Ausbildern in der Außenstelle des BFW Leipzig. Hier wird eine berufspraktische Erprobung durchgeführt.

„Der größere zeitliche Umfang und die dadurch entstehenden komplexeren Ergebnisse sind vor allem für Rehabilitanden mit einer psychischen Erkrankung wichtig, die keine oder nur kaum berufliche Vorstellungen in Bezug auf einen Neuanfang auf dem jetzigen Arbeitsmarkt haben“, berichtet Anika Walter, Personalberaterin im BTZ Chemnitz, aus ihrem Arbeitsalltag mit den Rehabilitanden. „In der Gesamtheit ermöglichen die Maßnahmen der Berufsorientierung und Arbeitserprobung eine noch facettenreichere Berufsfindung und eine konkrete Darstellung der Förderbedarfe für den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt.“

Mit einer klaren Empfehlung im Abschlussbericht bzw. dem Aufzeigen einer Alternative können die Kostenträger gemeinsam mit dem Teilnehmer eine zielgerichtete Entscheidung für den weiteren Weg über eine Umschulung oder eine andere Qualifizierung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation treffen.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, BTZ Chemnitz, Berufsfindung/Arbeitserprobung, psychisch Erkrankte, Testung, Arbeitsmarkt, Belastung

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
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