Prost Neujahr: Für Kinder sind Alkoholreste und Zigarettenkippen lebensgefährlich

Veröffentlicht am 27.12.2010 13:44 von Redaktion RehaNews24

R+V-Infocenter: Kinder unter sechs Jahren besonders häufig von Vergiftungen betroffen

Wiesbaden. Auch wenn es nach einer langen Silvesterparty schwer fällt: Eltern sollten vor dem Schlafengehen zumindest die vollen Aschenbecher leeren und Alkoholreste wegschütten. “Kinder sind am Neujahrsmorgen oft als erste wach. Wenn sie dann neugierig halbvolle Sektkelche oder Schnapsgläser austrinken oder Zigarettenstummel probieren, können sie sich schwere Vergiftungen zuziehen”, warnt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Vor allem Kinder unter sechs Jahren sind gefährdet: 90 Prozent der kindlichen Vergiftungsunfälle betreffen diese Altersgruppe.

Neben Haushaltsreinigern, Medikamenten und Pflanzen verursacht auch Nikotin schwere Vergiftungen. “Schon das Gift einer einzigen Zigarette kann für einen Einjährigen tödlich sein”, so R+V-Experte Dr. Ostendorf. Wenn Eltern befürchten, dass ihr Kind mehr als eine halbe Zigarette gegessen hat, sollten sie deshalb sofort die zuständige Giftnotrufzentrale oder den Notarzt anrufen. Mit etwas Wasser zerstoßene Kohletabletten sind eine sinnvolle Erste-Hilfe-Maßnahme.

Schon ein Schluck Cognac gefährlich

Kinder reagieren auf Alkohol deutlich empfindlicher als Erwachsene. “Ein halbes Schnapsglas Cognac löst bei Zweijährigen bereits schwere Vergiftungserscheinungen aus”, erklärt Dr. Ostendorf. Das Kind kann plötzlich bewusstlos werden oder im schlimmsten Fall an Atemlähmung sterben. Besondere Vorsicht ist auch bei Früchten aus Bowlen oder Rumtöpfen geboten – weil sie süß sind und nicht so intensiv nach Alkohol schmecken, essen die Kinder mehr davon.

Wenn ein Kind Alkohol zu sich genommen hat, sollten ihm die Eltern Saft mit Zucker geben. Ist es nicht mehr ansprechbar, muss sofort der Notarzt gerufen werden – es besteht Lebensgefahr. Auf keinen Fall darf ein bewusstloses Kind zum Erbrechen gebracht werden, weil es daran ersticken kann.

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Pressekontakt:

Infocenter der R+V Versicherung

Anja Kassubek

Telefon 06172 9022-131

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