Prof. Dr. Theresia Degener in Ausschuss zur UN-Behindertenrechtskonvention gewählt

Veröffentlicht am 03.09.2010 13:32 von Redaktion RehaNews24.de

International anerkannte Expertin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Pressemitteilung, 3.9.2010

Prof. Dr. Theresia Degener

Prof. Dr. Theresia Degener wurde am 1. September 2010 bei den Vereinten Nationen in New York als Mitglied in den Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gewählt. Die 49-jährige Juristin hat die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen maßgeblich mit gestaltet. Von 2000 – 2001 war sie Mitglied der Enquetekommission des Bundestages “Recht und Ethik der modernen Medizin”. 2002 – 2006 gehörte sie der deutschen Delegation beim Ad Hoc Ausschuss der Vereinten Nationen zur Vorbereitung einer Behindertenrechtskonvention an. Theresia Degener ist eine national wie international anerkannte Expertin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und ausgewiesene Fachfrau zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Ziel der UN-Behindertenkonvention ist es, die Chancengleichheit behinderter Menschen zu fördern und ihre Diskriminierung in der Gesellschaft zu unterbinden. Dabei soll stärker als bisher das kritische Potenzial der Menschenrechte gegen unfreiwillige Ausgrenzungen aus Gemeinschaften oder der Gesellschaft entfaltet werden. Während in Deutschland noch immer von Integration gesprochen wird, geht die UN-Konvention einen Schritt weiter und verlangt die soziale Inklusion. Das heißt, im vollen Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben und dabei Autonomie und Unabhängigkeit zu wahren. Der UN-Ausschuss überwacht die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Ihm gehören 18 Mitglieder aus den Vertragsstaaten an. In Deutschland gilt die Konvention seit März 2009.

Der Rektor der EFH, Professor Dr. Gerhard K. Schäfer, begrüßte die Wahl Degeners: „Ich freue mich sehr darüber, dass Frau Prof. Degener in den UN-Ausschuss gewählt worden ist. Damit wird ihr fachlich hoch kompetentes und leidenschaftliches Eintreten für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in spezifischer Weise anerkannt. Für die EFH ist die Berufung von Frau Degener ein Ansporn, die Anliegen der UN-Konvention in Lehre und Forschung weiter zur Geltung zu bringen. Die ehrenvolle Wahl verpflichtet die EFH, den Prozess der Barrierefreiheit der Hochschule, den die Kollegin angestoßen hat, konsequent zu gestalten.“

„Es ist für mich eine große Ehre von der deutschen Bundesregierung für den UN Behindertenrechtsausschuss nominiert und nun auch noch gewählt worden zu sein“, so Prof. Dr. Degener. Seit fast drei Jahrzehnten setze ich mich für eine menschenrechtsorientierte Behindertenpolitik ein. Ich durfte an der Entstehung der Behindertenrechtskonvention aktiv partizipieren und habe mit großem Interesse die ersten Umsetzungsschritte in Deutschland und in anderen Ländern verfolgt. Ich freue mich, diesen so wichtigen Prozess der Implementierung der Behindertenrechtskonvention nun als unabhängige Expertin auf internationaler Ebene maßgeblich begleiten zu dürfen.“

Prof. Degener ist Professorin für Recht und Disability Studies an der Ev.  Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Ihre Lehr- und Forschungsgebiete sind Behindertenrecht, Antidiskriminierungsrecht und Internationale Menschenrechte sowie gender studies und disability studies. Seit 2004 lehrt Prof. Dr. Degener auch an der juristischen Fakultät der University of Western Cape, (UWC) Kapstadt, Südafrika. Dort ist sie Co-Direktorin des Center for Disability Law and Policy. Seit Juni 2008 ist sie Netzwerkmitglied im Harvard Law School Project on Disability.

Sie studierte Rechtwissenschaften in Frankfurt am Main an der Johann Wolfgang Goethe Universität, das sie 1986 mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen beendete. Ihren Master of Law (LL.M.) erhielt sie 1990 von der University of California, Berkeley, USA. Sie promovierte 1992 im Fachbereich Rechtswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe – Universität.

2005 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Horst Köhler für ihre Verdienste in der Behindertenpolitik.

Informationen zur Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe RWL :

Die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe RWL in Bochum ist die größte evangelische Hochschule in Deutschland. Getragen wird die staatlich anerkannte FH von den Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe. Knapp 2.000 Studierende nehmen gegenwärtig die umfassenden Studienangebote im Sozialwesen und der Gemeindepädagogik wahr. 65 hauptamtlich Lehrende sowie 165 Lehrbeauftragte sorgen derzeit für ein umfassendes Lehrangebot und eine gute Betreuung der Studierenden.

Weitere Informationen unter www.efh-bochum.de

Ev. Fachhochschule RWL

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