Politische Unterstützung für Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen

Veröffentlicht am 22.01.2019 20:50 von Redaktion RehaNews24

Chefarzt PD Dr. Tobias Leniger, Pflegedienstleitung Mareen Guth, Dr. André Berghegger (MdB) und Verwaltungsdirektor Philipp Herzog (vl.n.r.) tauschten sich zu aktuellen politischen Herausforderungen aus.

Abgeordnetenbesuch im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen: Dr. André Berghegger, Mitglied des Bundestags (MdB), besuchte am vergangenen Freitag die Bad Essener Reha-Einrichtung, um sich mit der Klinikleitung über die aktuellen Gesetzesvorhaben aus dem Gesundheitsministerium auszutauschen. Berghegger versprach, in Berlin den Gesundheitsausschuss des Bundestages auf die Benachteiligung der Reha-Branche aufmerksam zu machen.

Bad Essen, 17.01.2019. Am Freitag folgte Bundestagsabgeordneter Dr. André Berghegger (CDU) der Einladung der Klinikleitung des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen in Bad Essen. Vor Ort tauschte er sich mit Verwaltungsdirektor Philipp Herzog, Chefarzt PD Dr. Tobias Leniger und Pflegedienstleitung Mareen Guth zu den gesellschaftlichen Notwendigkeiten der Rehabilitation aus. Verwaltungsdirektor Herzog hatte Berghegger eingeladen, da die Reha-Branche in aktuellen Gesetzen des Bundesgesundheitsministeriums benachteiligt wird – was sie vor große Herausforderungen stellt.

38.000 Reha-Pflegekräfte durch Gesetz benachteiligt

So werden die 38.000 Pflegefachkräfte, die in Deutschland in der Rehabilitation tätig sind, durch das im Januar in Kraft getretene Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) stark benachteiligt. „Während Krankenhäuser und Pflegeheime die Kosten für neu eingestellte Mitarbeiter in der Pflege von den Krankenkassen erstattet bekommen und entsprechend Gehälter erhöhen können, gehen wir in den Reha-Kliniken leer aus“, berichtet Verwaltungsdirektor Philipp Herzog. Das mache es für die Reha-Branche schwierig, ihre Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen. „Wir müssen mit einer Abwerbewelle durch die Krankenhäuser und Pflegeheime rechnen“, so Herzog. Dies könne aber zu einer Schließung von Abteilungen und ganzen Reha-Einrichtungen führen und bedrohe die Reha-Branche in ganz Deutschland. Das Ergebnis wären volkswirtschaftliche Nachteile, wie beispielsweise steigende Pflegekosten. Denn ohne die Rehabilitation würde die Anzahl vorzeitiger Erwerbsunfähigkeitseintritte aufgrund der nicht ausreichend rehabilitierten Patienten/innen steigen. „Die Pflegesituation in Deutschland ist bereits jetzt angespannt. Und das PpSG verschärft diese Ausgangslage für Reha-Einrichtungen noch weiter“, erklärt Chefarzt PD Dr. Leninger. „Wir begrüßen, dass Herr Spahn die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen verbessern möchte. Aber dabei sollte er die gesamte Pflege-Branche im Blick behalten.“

Berghegger unterstützt Gesprächsoffensive der Klinik

Um auf diese Bedrohung der Reha-Branche durch die aktuellen Gesetzesänderungen aufmerksam zu machen, hat die Dr. Becker Klinikgruppe eine sogenannte Gesprächsoffensive gestartet. Klinikleitungen deutschlandweit laden Politiker/innen zu Gesprächen ein, um sie über die Benachteiligungen ihrer Häuser durch die neuen Gesetze, insbesondere das PpSG, zu informieren. Herzog hat daher bereits seit Mitte des Jahres den Kontakt in die Politik gesucht und im Dezember Abgeordnete des niedersächsischen Landtages zu einem Besuch empfangen.  Auch Dr. André Berghegger versprach Unterstützung. Die Versorgung durch Reha-Kliniken sei in medizinischer, gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Hinsicht wichtig für die Gesellschaft. „Reformen im Gesundheitssektor sind notwendig. Aber wir müssen sicherstellen, dass niemand benachteiligt wird“, so Berghegger. Der Bundestagsabgeordnete will kurzfristig Kontakt zu Mitgliedern des Gesundheitsausschusses aufnehmen und sie auf die Herausforderungen der Reha-Branche hinweisen.

Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen

Das 2009 eröffnete Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen bietet, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Rehabilitation auf höchstem internationalem Niveau. Eine Rehabilitation ist möglich bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, allen voran bei dem Schlaganfall, aber auch nach neurochirurgischen Eingriffen oder langen intensivmedizinischen Behandlungen mit neurologischen Komplikationen. Dabei ist das Therapieangebot nicht nur auf die Verbesserung neurologischer Funktionsstörungen, sondern insbesondere auf die Wiedererlangung verlorener Alltagskompetenzen ausgerichtet. Aber auch Rehabilitanden außerhalb des erwerbsfähigen Alters werden im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen nachhaltig rehabilitiert. Seit der Eröffnung neuer Therapieflächen im Oktober 2016 stehen auf mehr als 1.400 Quadratmetern Einzelphysiotherapieräume, eine großzügige Medizinische Trainingstherapie (MTT), eine teilbare Multifunktionshalle mit Boulderwand und ein Bewegungsbad zur Verfügung. Zudem wurde ein HydroJet installiert. Die MTT weist einen Lokomotionsbereich, einen Bereich für funktionales Training und einen Kardio-Fitness-Bereich auf. In der Multifunktionshalle werden umfangreiche Gruppen-/Sporttherapien auch für anspruchsvolle Trainingsformen angeboten. Besonders erwähnenswert ist das in Deutschland bisher nur sechsmal installierte Vector Gait & Safety System für ein intensives Einzel-Gangtraining. Insgesamt stehen 111 Behandlungsplätze zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/nzn

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