Pilotprojekt zur Nachsorge gestartet: Nach Bandscheiben-OP schneller zurück in den Beruf

Veröffentlicht am 22.02.2013 09:26 von redaktion

Wiesbaden, den 22.02.2013

Pressemitteilung

Zehn Akut- und Reha-Kliniken sowie niedergelassene Fachärzte in Hessen und Rheinland-Pfalz haben erstmals ein länderübergreifendes einheitliches Reha-Nachsorgekonzept ins Leben gerufen. Patienten sollen künftig schneller zurück in Alltag und Beruf.

Wiesbaden. Im Rhein-Main-Gebiet soll die Rehabilitation von Patienten nach Eingriffen im Bereich der Wirbelsäule ab sofort noch schneller und einfacher werden. Darauf haben sich jetzt führende Akut- und Rehabilitationskliniken, sowie niedergelassene Operateure aus Hessen und Rheinland-Pfalz verständigt. Nach mehrmonatigen Vorbereitungen verabschiedeten sie ein einheitliches Nachsorgekonzept nach Operationen im Bereich der Lendenwirbelsäule, das künftig eine engere Vernetzung zwischen Operateur und Reha-Zentrum vorsieht, um Patienten bestmöglich zu mobilisieren. Kern des Konzepts sind einheitliche Therapiestandards zur Nachsorge und die Festlegung, dass nicht die Diagnose (wie z.B. Bandscheibenvorfall) die Art der Rehabilitation regelt, sondern der Operateur selbst entscheidet, wie weit der Patient nach der OP belastet werden darf.

Wissenschaftliche Arbeit begleitet Projekt

Eine Optimierung der Rehabilitation versprechen sich die beteiligten Kliniken und Ärzte vor allem durch die Klassifizierung der Patienten in drei Gruppen, für die einheitliche Therapievorschläge festgelegt sind.

Gruppe A:       Patienten, die ohne wesentliche Einschränkung in der Rehabilitation
belastet und auftrainiert werden können.

Gruppe B:       Patienten mit Einschränkungen im Bereich der Rotation der Lendenwirbelsäule und im Belastungsaufbau.

Gruppe C:       Patienten mit noch stärker eingeschränkter Belastbarkeit und einer sehr
individuellen und leichten Rehabilitation.

„Wichtig ist für uns, dass die Schnittstellen zwischen Akutbereich und Reha optimiert sind“, so Dr. Johannes Schröter, Chefarzt der Klaus-Miehlke-Klinik, sowie Initiator und Sprecher des Projekts „Die Patienten werden nicht nur mit den modernsten Methoden schonend operiert, sondern auch nahtlos in enger Absprache mit den Operateuren nachbehandelt. Ziel ist es, die Patienten baldmöglichst zu mobilisieren und – sofern sie noch im Erwerbsleben stehen – an ihren Arbeitsplatz zurückzubringen.“ Im Rahmen einer Doktorarbeit soll das Projekt bis zum Spätsommer 2013 wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden.

An der Initiative beteiligt sind als operierende Akutkliniken das DRK-Schmerzzentrum und die Neurochirurgische Universitätsklinik, das St. Josefs-Hospital und die Dr. Schmidt-Kliniken in Wiesbaden, das Stiftungsklinikum Mittelrhein-Koblenz sowie die Abteilung Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädischen Universitätsklinik Frankfurt. Dazu kommen vier Fach-Rehabilitationskliniken: das Reha-Vital Therapiezentrum in Ingelheim, Rehafit in Koblenz, die Median-Rehaklinik Aukammtal sowie die Klaus-Miehlke-Klinik der RHM Klinikgruppe in Wiesbaden.

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Kontakt und Nachfragen:

Klaus-Miehlke-Klinik
Fachklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Psychosomatik der RHM Klinikgruppe
Dr. med. Johannes Schröter
Chefarzt Orthopädie
Leibnizstraße 23
65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 575 811
Fax: 0611 / 575 888
schroeter@rhm-kliniken.de

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