Philippinische Pflegekräfte können kommen!

Veröffentlicht am 20.03.2013 16:37 von Redaktion RehaNews24

   

Bonn/Manila. Das gestern in Manila unterzeichnete Abkommen zur Anwerbung von philippinischen Pflegefachkräften ist ein wichtiges Signal zur Linderung des Fachkräftemangels in der Pflege. Zur Berufsanerkennung in Deutschland fordert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Respekt vor der philippinischen Ausbildung, die auf der ganzen Welt traditionell ein hohes Ansehen genießt und sich bewährt hat.

In Deutschland herrscht ein deutlicher Pflegefachkräftemangel. Dagegen gibt es auf den Philippinen ein erhebliches Überangebot an sehr gut ausgebildeten Pflegefachkräften. Deutschland könnte jetzt ihre neue Heimat werden. Am 19.03.2013 unterzeichneten die deutschen Vertreter der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Manila und in Anwesenheit der mitgereisten Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen die dazu erforderliche Vermittlungsabsprache.

bpa-Präsident Bernd Meurer hob die Bedeutung der Vermittlungsabsprache hervor: “Es ist richtig und wichtig, dass Deutschland sich jetzt auch international für Pflegefachkräfte stärker öffnet. Der bpa hat sich konsequent für diesen überfälligen Schritt eingesetzt. Die Philippinen verfügen über eine traditionell gute Krankenpflegeausbildung, die sich international in vielen Ländern bewährt hat, darunter auch in Deutschland in den 60er und 70er Jahren. Daran müssen wir jetzt anknüpfen!”

Deshalb forderte Meurer: “Wenn jetzt die ersten philippinischen Pflegefachkräfte hier arbeiten möchten, darf es nicht dazu kommen, dass diese Fachkräfte von den Anerkennungsbehörden in den Bundesländern vor unüberwindbare Hürden bei der Berufsanerkennung gestellt werden. Die philippinischen Pflegefachkräfte sind mit vier bis fünf Jahren Studium und Ausbildung sehr gut ausgebildet. Verzögerungen und Behinderungen durch Anforderungen an weitere Praktika und Nachschulungen sind daher fehl am Platz!”

Mit Blick auf die Sprachkenntnisse ergänzte Meurer: “Von Deutschland muss ein klares Willkommenssignal ausgehen. Insbesondere brauchen wir verlässliche Unterstützungsangebote, um die deutsche Sprache erlernen zu können. Uns muss dabei klar sein, dass die großen Fortschritte beim Erlernen der Sprache begleitend zum beruflichen Alltag in Deutschland erreicht werden. Von abschreckenden Regularien profitieren nicht wir in Deutschland, sondern die Länder, die sich ebenfalls um zuwandernde Fachkräfte bemühen.”

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 7.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 230.000 Arbeitsplätze und ca. 17.700 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 18,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel.: 030 30 87 88 60.
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