Persönliches Budget stärkt selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Veröffentlicht am 14.10.2010 10:18 von redaktion

Am 16. Oktober findet erstmalig der bundesweite Tag des Persönlichen Budgets statt. Über 100 Beratungsstellen öffnen ihre Türen und stellen dieses wichtige Teilhabeinstrument für Menschen mit Behinderung der Öffentlichkeit vor. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk in ihrer aktuellen Pressemitteilung:

Menschen mit Behinderung haben seit 1. Januar 2008 einen uneingeschränkten Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Dieser Anspruch muss in Zukunft ohne Ausnahme für alle gelten, insbesondere für werkstattbedürftige Menschen, die gerne außerhalb einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten möchten. Wenn es entsprechende Angebote auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt, muss auch hier das Persönliche Budget gezahlt werden. Andernfalls kann von uneingeschränkter beruflicher Teilhabe keine Rede sein.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die bundesweite Kampagne zum Persönlichen Budget. Dadurch wird dieses relativ neue und sehr wichtige Instrument zur selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderung an Bekanntheit gewinnen. Mehr Beratung und Aufklärung werden dazu beitragen, dass dieses Instrument hoffentlich noch stärker angenommen wird.

Hintergrund:
Das Persönliche Budget ist eine Alternative zur reinen Sachleistung. Menschen mit Behinderung entscheiden selbst, welche Leistungen sie wo oder von wem in Anspruch nehmen möchten. Diese Entscheidungsfreiheit erfordert von den Budgetnehmerinnen und -nehmern hohe Eigenverantwortung einerseits und gibt ihnen andererseits die Gewissheit, ihr Leben selbst bestimmen zu können. Bisher haben etwa 15 000 Menschen einen Budget-Vertrag mit ihrem Sozialhilfeträger, der Pflegekasse, dem Rentenversicherungsträger oder der Agentur für Arbeit abgeschlossen.

Kontakt:

Tanja Ergin, Referentin für Behindertenpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Büro der Behindertenbeauftragten Maria Michalk
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Büro: Unter den Linden 71
Tel. 030/227 51348
Fax 030/227 76681
E-Mail tanja.ergin@cducsu.de

Print Friendly, PDF & Email

redaktion

----------------------
müller:kommunikation
Stefan Müller
Am Bertholdshof 87
44143 Dortmund
Tel.: 0231/2238234-0
Fax: 0231/2238234-0
Mail: info@muellerkom.de
www.muellerkom.de

Hits: 1



« (Vorheriger Beitrag)



Ähnliche Nachrichten

Bundesweiter Tag der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken

Am 2. Juni, dem Tag der Organspende, dreht sich wieder alles um den kleinen Ausweis, der Großes bewirken kann: Leben retten. In den letzten 55 Jahren konnten allein in Deutschland insgesamt 132.386 Organe erfolgreich transplantiert werden und so schwerkranken Patienten ein neues Leben ermöglichen. „Organspender sind Lebensretter“, bringt es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf den Punkt. „Ein Ausweis stellt sicher, dass die eigenen Wünsche umgesetzt werden: Klarheit in EC-Karten-Größe“, so der Bundesgesundheitsminister.

Immer mehr Menschen in Deutschland treffen diese selbstbestimmte Entscheidung und haben einen Organspendeausweis ausgefüllt – aber es sind längst noch nicht alle. Für die einen ist die Organspende gelebte Solidarität und Nächstenliebe, für andere ist es eher eine Belastung, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Für die einen bedeutet sie Tod und Trauer, vielleicht auch Trost, für die anderen Hoffnung, Liebe und Dankbarkeit. Für die einen ist es eine Herzensaufgabe voller Engagement, für die anderen mitunter eine zusätzliche Last im Klinikalltag. „Kaum ein Thema löst so viele Emotionen aus wie die Organspende“, erklärt Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. „Organspende ist ein freiwilliges und selbstloses Geschenk, man kann Organspenden nicht verordnen. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder zu Lebzeiten gut informiert und möglichst unbelastet treffen sollte. Das bedeutet auch eine Erleichterung für die Angehörigen, die ansonsten im Ernstfall entscheiden müssen. Jeder von uns kann in die Situation geraten, selbst auf ein neues Organ angewiesen zu sein oder als Organspender in Frage zu kommen“, betont der Mediziner.

Print Friendly, PDF & Email

  • RehaKongress 2018: „Herausforderung Zivilisationskrankheiten. Neue Strategien in Prävention und Rehabilitation“