Patienten muss man helfen statt sie zu verwirren

Veröffentlicht am 19.01.2012 08:50 von Redaktion RehaNews24.de

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Pressemitteilung Nr. 02/12
19. Januar 2012

VPP widerspricht Aussagen des KBV-Vorsitzenden Köhler im ARD-Morgenmagazin
Angesichts langer Wartezeiten für Patienten, die dringend einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen, begrüßt es der Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP, dass sich auch das ARD-Morgenmagazin dieses wichtigen Themas annimmt. In der Sendung am 17. Januar wurde zurecht vor einer weiteren Verschlechterung der Lage durch das Anfang des Jahres in Kraft getretene Versorgungsstrukturgesetz gewarnt, falls – wie befürchtet werden kann – noch weniger Psychotherapeuten eine Kassenzulassung erhalten.
Als einen Ausweg beschreibt das Magazin den Weg über einen Psychotherapeuten ohne Kassensitz mit anschließender Kostenerstattung durch die Krankenkasse. „Das ist sowohl fachlich als auch rechtlich völlig in Ordnung“, betont die VPP-Vorsitzende Eva Schweitzer-Köhn, denn jeder gesetzlich Versicherte hat Anspruch auf eine notwendige Behandlung und darf sich diese selbst beschaffen, wenn seine Krankenversicherung sie ihm nicht zur Verfügung stellen kann.“ Im Sozialgesetzbuch V gebe es dafür extra einen Passus zum Kostenerstattungsverfahren (§ 13 Absatz 3 SGB V).
Diffamierend sei dagegen die Unterstellung seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, wonach die Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung geringer qualifiziert seinen. Im Morgenmagazin wird die KBV mit einer diesbezüglichen Warnung zitiert und der KBV-Vorsitzende, Dr. Andreas Köhler, spricht sogar von der Gefahr, dass sich die Krankheit bei falscher Therapie verstärke, was unter Umständen zum Suizid führen könne.
Dieser abwertenden Darstellung von Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung widerspricht Schweitzer-Köhn ganz entschieden. „Krankenkassen genehmigen eine Psychotherapie bei nicht kassenzugelassenen Psychotherapeutinnen und -therapeuten nur dann, wenn diese die gleiche Qualifikation nachweisen wie kassenzugelassene. Viele gut ausgebildete approbierte Psychotherapeuten erhalten im Rahmen der derzeitigen unzureichenden Bedarfsplanung keinen Kassensitz und können nicht als Vertragsbehandler über die KVen abrechnen. Das ist der einzige Unterschied.“
Statt Patienten einen Ausweg zu weisen, werde hier Verwirrung gestiftet und Angst geschürt. Der VPP im BDP unterstützt seit jeher die psychotherapeutische Leistungserbringung über den Weg der Kostenerstattung, da die langen Wartezeiten auf eine psychotherapeutische Behandlung bei einem Vertragsbehandler unzumutbar und schädlich sind. Um die zeitnahe psychotherapeutische Versorgung sicherzustellen, ist in vielen Fällen das außervertragliche Verfahren der Kostenerstattung die einzige Möglichkeit für die Patientinnen und Patienten.
Hinweise zum richtigen Vorgehen finden Patienten auf der Webseite des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen unter: www.bdp-verband.de/aktuell/2012/120119_patienten.pdf

Kontakt:
Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
c.schaffmann@bdp-verband.de

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Pressemitteilung Nr. 02/12
19. Januar 2012
Patienten muss man helfen statt sie zu verwirren
VPP widerspricht Aussagen des KBV-Vorsitzenden Köhler im ARD-Morgenmagazin
Angesichts langer Wartezeiten für Patienten, die dringend einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen, begrüßt es der Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP, dass sich auch das ARD-Morgenmagazin dieses wichtigen Themas annimmt. In der Sendung am 17. Januar wurde zurecht vor einer weiteren Verschlechterung der Lage durch das Anfang des Jahres in Kraft getretene Versorgungsstrukturgesetz gewarnt, falls – wie befürchtet werden kann – noch weniger Psychotherapeuten eine Kassenzulassung erhalten.
Als einen Ausweg beschreibt das Magazin den Weg über einen Psychotherapeuten ohne Kassensitz mit anschließender Kostenerstattung durch die Krankenkasse. „Das ist sowohl fachlich als auch rechtlich völlig in Ordnung“, betont die VPP-Vorsitzende Eva Schweitzer-Köhn, denn jeder gesetzlich Versicherte hat Anspruch auf eine notwendige Behandlung und darf sich diese selbst beschaffen, wenn seine Krankenversicherung sie ihm nicht zur Verfügung stellen kann.“ Im Sozialgesetzbuch V gebe es dafür extra einen Passus zum Kostenerstattungsverfahren (§ 13 Absatz 3 SGB V).
Diffamierend sei dagegen die Unterstellung seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, wonach die Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung geringer qualifiziert seinen. Im Morgenmagazin wird die KBV mit einer diesbezüglichen Warnung zitiert und der KBV-Vorsitzende, Dr. Andreas Köhler, spricht sogar von der Gefahr, dass sich die Krankheit bei falscher Therapie verstärke, was unter Umständen zum Suizid führen könne.
Dieser abwertenden Darstellung von Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung widerspricht Schweitzer-Köhn ganz entschieden. „Krankenkassen genehmigen eine Psychotherapie bei nicht kassenzugelassenen Psychotherapeutinnen und -therapeuten nur dann, wenn diese die gleiche Qualifikation nachweisen wie kassenzugelassene. Viele gut ausgebildete approbierte Psychotherapeuten erhalten im Rahmen der derzeitigen unzureichenden Bedarfsplanung keinen Kassensitz und können nicht als Vertragsbehandler über die KVen abrechnen. Das ist der einzige Unterschied.“
Statt Patienten einen Ausweg zu weisen, werde hier Verwirrung gestiftet und Angst geschürt. Der VPP im BDP unterstützt seit jeher die psychotherapeutische Leistungserbringung über den Weg der Kostenerstattung, da die langen Wartezeiten auf eine psychotherapeutische Behandlung bei einem Vertragsbehandler unzumutbar und schädlich sind. Um die zeitnahe psychotherapeutische Versorgung sicherzustellen, ist in vielen Fällen das außervertragliche Verfahren der Kostenerstattung die einzige Möglichkeit für die Patientinnen und Patienten.
Hinweise zum richtigen Vorgehen finden Patienten auf der Webseite des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen unter: www.bdp-verband.de/aktuell/2012/120119_patienten.pdf
Mit freundlichen Grüßen
Christa Schaffmann, Pressesprecherin
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
c.schaffmann@bdp-verband.de

Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24.de

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
Telefon: 0151 - 12237994
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Hits: 5






Diesen Beitrag kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked as *

Ich stimme der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten nach der EU-DSGVO zu und akzeptiere die Datenschutzbedingungen.

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.