Parlament der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover tagt/ Horst Fricke: „Zeiten für Kindererziehung aus Steuermitteln finanzieren!“

Veröffentlicht am 03.06.2014 12:01 von Redaktion RehaNews24.de

Parlament der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover tagt/
Horst Fricke: „Zeiten für Kindererziehung aus Steuermitteln finanzieren!“

„Kindererziehung sollte honoriert werden – und zwar aus Steuermitteln. Sie finanziell anzuerkennen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“ Mit dieser Forderung übte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Horst Fricke, schwere Kritik an der Neuregelung, die Kosten der „Mütterrente“ von rund sechs Milliarden Euro jährlich aus den Reserven der Rentenversicherung zu bezahlen, und damit zulasten der beitragszahlenden Arbeitgeber und Versicherten. „Das ist ordnungspolitisch wie auch rechtlich nicht korrekt!“, erklärte er jetzt auf der Vertreterversammlung des größten norddeutschen Rentenversicherers in Bad Pyrmont. Seine ablehnende Haltung habe er auch in einem Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, vorgebracht, die am Vortag zu Gast war.
 
Der Bundestag hat vor wenigen Tagen das „Rentenversicherungs-Leistungsverbesserungsgesetz“ verabschiedet. Neben der „Mütterrente“ und der Rente mit 63 brachte er damit höhere Renten für erwerbsgeminderte Menschen und mehr Geld für die Rehabilitation chronisch Kranker auf den Weg. „Die Neuregelungen kosten uns jährlich zehn Milliarden Euro“, so Fricke. Schon in den nächsten Jahren sorgten sie dafür, dass die derzeit hohen Rücklagen der Rentenversicherung von rund 32 Milliarden Euro stark abgebaut werden. Und nicht nur das, denn letztlich werde der Beitragssatz von heute 18,9 Prozent deutlich ansteigen und das Rentenniveau weiter abfallen, mahnte er.

Positiv bewertete der Vorstandsvorsitzende, dass der Gesetzgeber mit seinem Rentenpaket jetzt auch auf die seit Jahren steigende Nachfrage nach Rehabilitationen reagiert hat. Damit kann die Rentenversicherung in diesem Jahr 115 Millionen Euro mehr für Rehabilitationen ausgeben. „Die von uns seit langem geforderte Neuregelung des Reha-Budgets war dringend notwendig“, sagte Fricke, „damit wir auch künftig jedem gesundheitlich beeinträchtigten Arbeitnehmer eine Reha ermöglichen können.“

Schon jetzt benötigt die Generation der Baby-Boomer mit ihren heute 45 bis 60 Jahren vermehrt medizinische Behandlungen, um körperlich fit und möglichst gesund bis zum Rentenalter im Arbeitsleben zu bleiben. Die Folge: Schon bis April dieses Jahres wurden 1.500 Anträge auf eine medizinische Reha mehr gestellt als im selben Zeitraum vergangenen Jahres – das ist ein Anstieg von mehr als sechs Prozent. Insgesamt ermöglichte die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover im vergangenen Jahr rund 44.200 Patienten eine medizinische Rehabilitation. Die Ausgaben dafür lagen bei fast 187 Millionen Euro.

Nr. 13/14      


Deutsche Rentenversicherung
Braunschweig-Hannover

Pressestelle
Lange Weihe 2, 30880 Laatzen
Postanschrift: 30875 Laatzen
Telefon 0511 829-2634
Telefax 0511 829-2635
presse@drv-bsh.de
www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de

Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24.de

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
Telefon: 0151 - 12237994
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Hits: 20






Diesen Beitrag kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked as *

Ich stimme der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten nach der EU-DSGVO zu und akzeptiere die Datenschutzbedingungen.

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.