Neuroreha Phase B in Oldenburg schließt Lücke

Veröffentlicht am 30.06.2014 17:20 von redaktion

30.06.2014

Mit einer Fachveranstaltung eröffnete das Evangelische Krankenhaus Oldenburg offiziell die schon seit Anfang Juni in Betrieb genommene neue Intensiveinheit der Neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation. Das Haus schließt so eine riesige Versorgungslücke für Phase B-Beatmungsbetten im Nordwesten, denn dieses Angebot ist einzigartig im Umkreis von mehr als 100 Kilometern.

Kompetenzen gestärkt und Versorgung verbessert: Armin Sülberg, Kaufmännischer Vorstand, Dr. Rüdiger Schönfeld, Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Andreas Zieger, Chefarzt Neurorehabilitation, und Prof. Dr. Christian Byhahn, Chefarzt Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Kompetenzen gestärkt und Versorgung verbessert: Armin Sülberg, Kaufmännischer Vorstand, Dr. Rüdiger Schönfeld, Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Andreas Zieger, Chefarzt Neurorehabilitation, und Prof. Dr. Christian Byhahn, Chefarzt Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Frühreha mit und ohne Beatmung

Sechs Monate multiprofessionelles und bereichsübergreifendes Engagement haben aus einer Vision Wirklichkeit werden lassen: Zwei Stationen wurden baulich verändert, Einzelzimmer auf modernste Technik umgerüstet und neu ausgestattet. Zu den neuen 10 Intensiv-Phase B-Betten kamen weitere Frührehabetten nach oder ohne Beatmung hinzu. Damit stehen im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg auf drei Stationen insgesamt über 40 Betten für die Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation zur Verfügung. Anlässlich der Eröffnung stellten die Experten des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg einem Fachpublikum die Behandlungskonzepte vor und tauschten praktische Erfahrungen aus. Allen Patienten komme die langjährige Erfahrung des ‚Evangelischen‘ zugute, wie Prof. Dr. Zieger, Chefarzt der Neurorehabilitation, vor zahlreichen Zuhörern erläuterte: „Über 17 Jahre Frührehabilitation bei uns im Haus zeigen, dass mehr als 50 Prozent aller schwersthirngeschädigten Patienten sich soweit erholen, dass die Rehakette durchlaufen und eine individuelle Teilhabeperspektive und Lebensqualität aufgebaut werden kann.“

 Starke Nachfrage seit dem ersten Tag
Schon lange gab es Pläne, auch beatmete Patienten zu versorgen. Denn mit der Unfallchirurgie, Anästhesiologie, Neurologie, Neurochirurgie und Neurorehabilitation hat das Haus alle angrenzenden Fachrichtungen unter einem Dach und kann auch Patienten behandeln, die außer einer Beatmung zusätzlich z.B. eine Dialysebehandlung benötigen. Armin Sülberg, seit Ende 2013 Kaufmännischer Vorstand im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, über die Entscheidung zur Umsetzung dieser Idee: „Der Ausbau der Phase B ist ein sinnvoller Baustein, um unsere Kernkompetenzen weiter zu stärken. Die Resonanz gibt uns Recht. Seit Anfang Juni behandeln wir schon Patienten und haben die Intensiveinheit schrittweise ‚hochgefahren’. Es liegen uns viele Anfragen aus einem weiten Umkreis, sogar aus anderen Bundesländern vor.“ 

 

Über das Evangelische Krankenhaus Oldenburg:

Das Evangelische Krankenhaus Oldenburg versorgt mit 1.100 Mitarbeitenden ambulant und stationär rund 50.000 Patienten im Jahr. Seit 2012 gehört das Haus zum Medizinischen Campus der Universität Oldenburg und ist Teil der European Medical School Oldenburg-Groningen.

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Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
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