Neue Therapieangebote in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg – Hirnleistungstraining und Biofeedback-Verfahren ergänzen Behandlungsprofil

Veröffentlicht am 21.07.2010 10:19 von Alexander Schunicht

Bad Driburg. Die Knappschafts-Klinik in Bad Driburg verfügt seit vielen Jahren über sehr gute Kompetenzen bei der Behandlung von Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, insbesondere nach Infarktgeschehen und operativen Eingriffen sowie bei Gefäßleiden.

Mit dem Angebot eines computergestützten Hirnleistungstrainings wurde gezielt eine Behandlungslücke geschlossen, um auf bestimmte Krankheitsfolgen noch besser reagieren und fundierte Heilungserfolge bei der medizinischen Rehabilitation erreichen zu können. Das Hirnleistungstraining beinhaltet Techniken und Strategien, um kognitive, mentale und konzentrative Einschränkungen zu kompensieren.

Fest steht, dass auch Menschen infolge eines schweren Herzleidens und im Zusammenhang mit längeren Operationen und demzufolge entsprechend langen Narkose- oder künstlichen Komazeiten, beispielsweise nach einer Bypass-Operation oder einer Reanimation nach einem Herzstillstand hinsichtlich ihres Hirnleistungsvermögens zunächst eingeschränkt sein können. Bei berufstätigen Patienten kann dies zu erheblichen Verzögerungen des Wiedereintritts in das Arbeitsleben führen, informiert Diplom-Psychologe Klaus Rafflenbeul.

So werden im Rahmen der kardiologischen Rehabilitation PC-gesteuerte und damit im wesentlichen bildunterstützende Verfahren zur Schulung bzw. zum Training beispielsweise der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistung, der Reaktionsfähigkeit und der allgemeinen geistigen Aktivierung durchgeführt, um die betroffenen Patienten möglichst schnell wieder aus Hirnleistungsdefiziten herausführen und damit wieder für den Alltag „fit“ machen zu können. Dies bedeutet letztlich eine wesentliche Bereicherung der Lebensqualität stellt Ergotherapeutin Tanja Stelter fest. Mit Hilfe einer speziellen Computerprogramms ist es möglich, die Ausgangsleistungsfähigkeit zu Beginn des Trainings und die über die einzelnen Übungsteile entwickelten Fortschritte dokumentieren, gegenüberstellen und somit letztlich auch dem Patienten sichtbar machen zu können.

„Wir legen großen Wert darauf, bei der Behandlung unserer Patienten die individuellen Bedürfnisse und speziellen, sowohl medizinischen als auch therapeutischen Erfordernisse, zu berücksichtigen, und dabei modernste Therapiemethoden und –verfahren einzusetzen.“ ergänzt Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten.

Ein weiteres „Standbein“ der therapeutischen Interaktionen wurde mit der Einführung der Messmethode des Biofeedbacks geschaffen, berichtet Psychologe Rafflenbeul. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Förderung der Wahrnehmung körperlicher Prozesse beim Patienten. Hierbei werden die Parameter verschiedener Körperfunktionen (Temperatur der Hautoberfläche und Hautleitfähigkeit, Muskelanspannung, Atem- und Herzfrequenz etc.) abgeleitet, mit Hilfe einer entsprechenden Software aufgearbeitet und an einem Bildschirm sichtbar gemacht.

Der Patient erhält einerseits visuell eine Rückmeldung hinsichtlich der Befindlichkeit einzelner Körperfunktionen und andererseits die Möglichkeit mit Hilfe geeigneter Therapiebausteine auf einzelne Körperfunktionen einen positiv begünstigenden Einfluss ausüben zu können. Beispielsweise erlaubt die Rückmeldung verschiedener Atmungsparameter (Atemkurve – Tiefe der Atmung – und Atemfrequenz) die Darstellung einer anspannungsbedingten Veränderung der Atmung auf dem Bildschirm sowie das Training einer entspannten Ruheatmung. Der Patient kann also schon bald auf dem Computerbildschirm den „Erfolg“ einer erlernten Atemtechnik und damit das Erreichen einer verbesserten Ruheatmung bildhaft erleben.

Die Patienten werden durch das Biofeedback-Verfahren motiviert, im positiven Sinn an Körper und Seele zu arbeiten, so Chefärztin Dr. Augsten. Biofeedback ist zu einem ergänzenden, festen Bestandteil in der Behandlung der verschiedensten Störungen gewordenen und sichert insgesamt die Behandlungserfolge in der kardiologischen Rehabilitation mit ab.

Kurzportrait:

Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg ist eine überregional anerkannten Fachklinik für stationäre Heilverfahren und Anschlussrehabilitationen. Die Rehabilitations- und AHB-Klinik für Herz- und Gefäßerkrankungen (Kardiologie, Angiologie) liegt landschaftlich reizvoll, ruhig und dennoch zentral gelegen, in unmittelbarer Nähe zum Kurpark mit abwechslungsreicher Natur und schönen Ausblicken. Die Klinik kann 177 Patienten in modern und wohnlich eingerichteten Einzelzimmer in angenehmen, hotelähnlichen Ambiente aufnehmen. Die Aufnahme von Begleitpersonen ist ebenfalls möglich.

In der Rehabilitationsklinik integriert ist ein ambulantes Therapiezentrum. Hier besteht die Möglichkeit ambulante Rehabilitationsmaßnahmen und Therapien wie auch Behandlungen auf Rezept wohnortnah durchzuführen. Präventionsprogramme, Gesundheits-Checks und die Durchführung ambulanter Vorsorgekuren (vormals offene Badekuren) gehören ebenfalls zum Angebot der Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation. Es werden rund 3.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär im Jahr behandelt.

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Alexander Schunicht

Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter

Knappschafts-Klinik
Georg-Nave-Str. 28, 33014 Bad Driburg
Tel.:05253 / 83 - 440, Fax:05253 / 83 - 210

email:vl.kkbd@t-online.de
web:www.knappschafts-klinik-driburg.de

> Anschlussrehabilitation (AHB/AR)
> Stationäre Heilverfahren
> Teilstationäre und ambulante Rehabilitation
> Ambulantes Therapiezentrum (Rezeptbehandlung)
> Prävention, Gesundheitsförderung

Behandlungsschwerpunkte:
Kardiologie und Innere Medizin

Belegungspartner der Deutschen Rentenversicherung,
gesetzlicher und privater Krankenversicherungen

Eine Rehabilitationsklinik der
Deutschen Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See

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