Neue GroKo hat keinen Plan für Auszubildende mit Benachteiligung

Veröffentlicht am 05.03.2018 08:55 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung                                                                            Berlin, 05. März 2018

 

 

CDU, CSU und SPD verpassen mit Koalitionsvertrag die Chance, die Qualifizierung junger Erwachsener für den ersten Arbeitsmarkt voranzutreiben

 

Nach dem Mitgliedervotum der SPD ist der Weg frei für den im Februar ausgehandelten Koalitionsvertrag von Union und SPD. Dieser sieht aus Sicht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) jedoch keine substanziellen Verbesserungen für die Zielgruppe der Jugendlichen mit mehrfachen Beeinträchtigungen vor. 

 

„Die gute Nachricht ist, dass die Regierung steht und die Arbeit beginnt. Die schlechte ist, dass die alte und neue Regierung die Jugendlichen, die aufgrund ihrer umfassenden Beeinträchtigungen keine Ausbildung im Betrieb schaffen, vergessen hat“, sagte Michael Breitsameter, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW). Das treffe vor allem diejenigen, die keinen Reha-Status haben. „Dazu zählen vor allem Jugendliche mit psychischen Erkrankungen sowie Suchterkrankungen. Ihnen bleibt der Weg in ein Berufsbildungswerk weiterhin versperrt, obwohl sie dort die idealen Bedingungen vorfinden, um sich persönlich zu stabilisieren, den Einstieg ins Berufsleben zu meistern und sich dort nachhaltig zu behaupten. Diese Chancen darf Politik nicht länger verhindern. Wir brauchen für diese jungen Menschen eine neue gesetzliche Regelung“, forderte Breitsameter.

 

Der Vorschlag für ein „Budget für Ausbildung“ klinge gut, lasse aber bislang ein Konzept vermissen. „Wir haben bereits umfangreiche und erfolgreiche Instrumente zur Förderung der beruflichen Bildung von Menschen mit Behinderungen. Diese sollte die Bundesregierung für weitere Zielgruppen öffnen und so neue berufliche Chancen ermöglichen, anstatt neue Versprechen zu machen“, so der Vorsitzende der BAG BBW.

 

Hintergrund:

Über 50 Berufsbildungswerke qualifizieren deutschlandweit rund 13 000 Jugendliche mit Behinderungen in über 200 Berufen – in enger Kooperation mit Betrieben des ersten Arbeitsmarktes. Mehr als 70 Prozent finden danach eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat zudem bestätigt, dass Berufsbildungswerke für Unternehmen und Betriebe verlässliche Partner sind. Die Mitarbeiter im BBW sind psychologisch und pädagogisch geschult und unterstützen die Jugendlichen dabei, persönliche Krisen zu meistern und selbstständig ihre Angelegenheiten zu regeln, um nach der Ausbildung ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben führen zu können.

 

Die Forderungen der BAG BBW für die 19. Wahlperiode sind zu finden unter http://www.bagbbw.de/w/files/stellungnahmen/17-11-07-positionen_bagbbw_19.-wp.pdf

 

Kontakt:

Tanja Ergin

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V.

Oranienburger Straße 13/14

10178 Berlin

Fon  030 263980990
Fax  030 263980999

www.bagbbw.de
info@bagbbw.de

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