Netzwerke stärken – Kooperationen leben: DVSG-Bundeskongress „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ 2013 in Münster

Veröffentlicht am 03.07.2013 22:53 von DVSG e. V.

Pressemitteilung, 03.07.2013

Berlin. (dvsg/mb) Die Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im
Gesundheitswesen (DVSG) lädt am 10. und 11. Oktober 2013 zum
DVSG-Bundeskongress Sozialarbeit im Gesundheitswesen 2011 – „Netzwerke
stärken – Kooperationen leben“ nach Münster/Westfalen ein.

Immer wieder wird im Gesundheitswesen die fehlende sektorenübergreifende
Versorgung im Gesundheitswesen beklagt und eine Vernetzung der Bereiche
und Beteiligten gefordert. Brüche in der Versorgung aufgrund der
sektoralen Leistungserbringung müssen vermieden, Schnittstellen im
Leistungssystem überbrückt und die Leistungen des Gesundheits- und
Sozialsystems gebündelt werden. Dazu ist es notwendig, Netzwerkstrukturen
aufzubauen und zu pflegen sowie die Kooperation aller Beteiligten zu
organisieren.

„Die demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen mit der Zunahme
von älteren Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, einer
verstärkten Singularisierung und die nachgewiesenermaßen höheren Risiken
von Menschen in prekären Lebenslagen sowie die Veränderung des
Krankheitsspektrums hin zu chronischen Erkrankungen und
Zivilisationskrankheiten erfordern die interdisziplinäre Zusammenarbeit
aller Berufsgruppen aus den unterschiedlichen Leistungsbereichen des
Sozial- und Gesundheitssystems. Insbesondere der durch diese veränderten
gesellschaftlichen Bedingungen resultierenden Fehlnutzung des
medizinischen Leistungssystems muss durch mehr sektorenübergreifende
Kooperation, Koordination und Vernetzung aller Berufsgruppen,
Leistungsträger und Leistungserbringer begegnet werden“, betonte der 1.
Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im
Gesundheitswesen, Ulrich Kurlemann.

Was sind Anforderungen für eine gelingende Zusammenarbeit? Wo funktioniert
Kooperation nicht? Was sind die Hemmnisse und Widerstände? Was sind gute
Lösungsansätze und Strukturen für Kooperation? Das sind einige Fragen, die
beim diesjährigen Bundeskongress zur Diskussion gestellt werden sollen.

Der DVSG-Bundeskongress ist die bundesweit größte Tagung zum Themenkomplex
der psychosozialen Versorgung im Gesundheitswesen und bietet Fachleuten
aus Praxis, Forschung und Lehre sowie allen im Gesundheitswesen
Beteiligten eine fachliche Diskussions- und Fortbildungsplattform. Die
Plenarveranstaltungen und Foren haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmern
die Möglichkeit, aktuelle Themen und grundsätzliche Fragestellungen der
Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen zu diskutieren, sich fortzubilden und
an Lösungsansätzen für eine qualitative Weiterentwicklung der Sozialen
Arbeit im Gesundheitswesen mitzuwirken.

Den Eröffnungsvortrag zum Thema „Interprofessionelle Kooperation in der der
Gesundheitsversorgung – Wie ist die Soziale Arbeit aufgestellt“ wird Prof.
Dr. Karlheinz Ortmann, Stellvertretender Leiter des Instituts für Soziale
Gesundheit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin halten. In
der anschließenden Podiumsdiskussion liegt ein besonderen Augenmerk sowohl
auf notwendige Kooperationen zwischen stationären und ambulante
Versorgungsstrukturen als auch die bessere Verzahnung von Leistungen des
Gesundheits- und des Sozialwesens legen. Eine zentrale Rolle spielt dabei
die Kooperation zwischen den verschiedenen Berufsgruppen innerhalb der
Sektoren und über Sektorengrenzen hinweg.

In einem Plenumsvortrag wird Prof. Dr. Gerhard Igl vom Institut für
Sozialrecht und Sozialpolitik in Europa der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Gesundheitssozialarbeit als
Gesundheitsberuf betrachten und juristische Perspektiven zur besseren
Verankerung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen aufzeigen. In einem
berufspolitischen Plenum werden die Forderungen des Deutschen
Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH) zur Sicherstellung und
Weiterentwicklung der Fachlichkeit Sozialer Arbeit zur Diskussion
gestellt.

In insgesamt 15 fachspezifischen Foren werden vertiefend Themen aus den
unterschiedlichen Arbeitsfeldern sowie Querschnittsthemen der Sozialen
Arbeit im Gesundheitswesen behandelt. An den beiden Kongresstagen finden
unter anderem folgende Foren statt:

Aus den Augen – aus dem Sinn?
Warum gute Überleitung nicht an der Pforte endetKinderschutz – Vernetzung
von Gesundheitswesen und JugendhilfeWir müssen leider draußen bleiben!?
Sozial selektive Nutzung ambulanter BeratungsangeboteIm Fokus Sozialer
Arbeit: die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender Soziale Arbeit in
der Onkologie: Psychosoziale Belastungen und Langzeitfolgen bei
KrebserkrankungenEs braucht ein ganzes Dorf – Altern und
gesundheitsbezogene soziale Arbeit im kommunalen KontextIst die Zukunft
„online“? – Neue Medien als Potenziale für die Soziale
ArbeitRehabilitation in der älter werdenden Gesellschaft – Anforderungen
an die Rehabilitation der Zukunft Neue Herausforderungen – neue Antworten
in der Suchtarbeit?

Zum Abschluss des Kongresses wird Prof. Dr. Hugo Mennemann von der
Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen Münster einen Ausblick auf den
Bundeskongress 2015 geben und den Beitrag der Sozialen Arbeit angesichts
gesundheitspolitischer Herausforderungen analysieren.

Begleitet wird der Kongress von einer Fachausstellung, bei der sich
Kooperationspartner der DVSG sowie weitere Organisationen, Verbände,
Unternehmen aus dem Gesundheitswesen präsentieren

Das Kongressprogramm kann bei der DVSG-Bundesgeschäftsstelle, Tel: 030/39
40 64 54-0, E-Mail: info@dvsg.org (Link: info@dvsg.org ),
angefordert werden. Ausführliche Informationen auch im Internet unter
www.dvsg-bundeskongress.de (Link:
http://www.dvsg-bundeskongress.de/ ).

Pressekontakt:

Ingo Müller-Baron
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. (DVSG)
Telefon: 06771- 599124 oder 0178-8012148
E-Mail: ingo.mueller-baron@dvsg.org (Link:
ingo.mueller-baron@dvsg.org )

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Bundesgeschäftsstelle
Ingo Müller-Baron
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030 39 40 64 540; Fax: 030 390 40 64 545
E-Mail: info@dvsg.org
Web: www.dvsg.org

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