Müttergenesungswerk: „Arbeitsplatz Familie“ – Gesundheitsrisiko für Mütter

Veröffentlicht am 05.03.2014 10:08 von redaktion

Pressemitteilung

 

 

Berlin, 5. März 2014. Der „Arbeitsplatz Familie“ ist für Mütter oft mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Erschöpfungszustände bis zum Burnout sind die häufigsten Indikationen von Müttern, die einen Kurbedarf begründen. Neben der eigenen gesundheitlichen Situation spielen familiäre Lebensbedingungen ebenfalls eine Rolle, die ausschlaggebend für die Bewilligung einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter sein können.

„Häufig ignorieren Mütter die ersten Anzeichen für gesundheitliche Störungen“, berichtet Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin. „Sie wollen für ihre Familie weiter funktionieren und an sie gestellte Anforderungen erfüllen. Viele Mütter kommen erst in die Kurmaßnahmen, wenn die Probleme massiv sind. Wichtig ist, dass die Mütter frühzeitig Hilfe suchen.“

2,1 Mio Mütter in Deutschland sind kurbedürftig (IfeS 2007). Erschöpfungszustände, Allergien, Magen-Darm-Störungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen aber auch Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Angst gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen von Müttern. Für die Bewilligung einer Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme sind jedoch nicht nur die eigenen gesundheitlichen Probleme ausschlaggebend. Sogenannte Kontextfaktoren – spezifische Bedingungen im individuellen Lebensumfeld können die gesundheitliche Situation verstärken und eine Kurmaßnahme begründen. Dazu gehören z. B. Trennungs- oder Trauersituationen, finanzielle Not, Pflegesituationen oder chronische Krankheit in der Familie, ein behindertes Kind oder Erziehungsschwierigkeiten. Die Gesundheitsprobleme der Mütter wirken sich auf die gesamte Familie aus, besonders auf die Mutter-Kind-Beziehung.

Der ganzheitliche medizinische Ansatz der Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen bietet die Gewähr dafür, dass krankmachende Lebensumstände individuell mit jeder Mutter identifiziert und Lösungsstrategien für zu Hause erarbeitet werden.

Die Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes helfen bei allen Fragen der Antragstellung und Klinikauswahl. Nachsorgeangebote helfen nach der Maßnahme bei der Umsetzung des Gelernten im Familienalltag.

Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sowie die Attestformulare unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14

presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

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