Mönter-Insolvenz hinterlässt verbrannte Erde: Sanicare-Apotheke setzt Krankenhausbelieferung aus

Veröffentlicht am 27.09.2012 16:13 von redaktion

Berlin. Mit dem Insolvenzverfahren, das am 25.9.2012 über den Nachlass des kürzlich verstorbenen Johannes Mönter eröffnet wurde, entsteht wohl für etliche Kliniken eine prekäre Situation.

„Die Sanicare Apotheke von Herrn Mönter, Deutschlands größte Versand- und öffentliche Krankenhaus-Versorgungsapotheke, hat in den vergangenen Jahren durch eine aggressive Markt- und Preispolitik eine Reihe von bestehenden Krankenhausapotheken, auch solche mit größerem Versorgungsumfang, aus dem Krankenhausmarkt verdrängt.“ weiß Klaus Tönne, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e.V. „Dies hat funktionierende Strukturen zerstört, was sich jetzt rächt. Der plötzliche Ausfall der Sanicare-Apotheke als Versorger stellt die Krankenhäuser, die sich damals für Mönter entschieden haben, jetzt vor das große Problem, sich womöglich kurzfristig um einen neuen Lieferanten kümmern zu müssen.“

„Gerade die Versorgung von Krankenhauspatienten stellt hohe Anforderungen an die Apotheken.“ meint Dr. Torsten Hoppe-Tichy, Präsident der ADKA. „In wie weit das in diesem Falle nun von den umliegenden Krankenhausapotheken übernommen werden kann, ist im Moment noch nicht zu übersehen, ich bin aber überzeugt, dass die Kolleginnen und Kollegen in der Region ihr Möglichstes tun werden, um die Versorgung sicherzustellen! Wir haben immer schon und immer wieder darauf hingewiesen, dass die beste und sicherste Versorgung für Krankenhauspatienten aus der eigenen Krankenhausapotheke kommt. Nun zeigt dieses eklatante Beispiel einer Fehlentwicklung, wie wichtig und wie wahr das ist.“

Eine ähnliche Situation war im Frühjahr dieses Jahres schon in Bremen mit der Insolvenz der Hirsch-Apotheke entstanden.

Die ADKA vertritt die Interessen von rund 1.900 deutschen Krankenhausapothekern. Im Fokus der Verbandsarbeit steht, die größtmögliche Sicherheit der Arzneimittelversorgung aller Klinikpatienten zu gewährleisten. Weitergehende Informationen finden Sie unter http://www.adka.de

Pressekontakt:

Ansprechpartner:
Dr. Torsten Hoppe Tichy, praesident@adka.de
Geschäftsführer Klaus Tönne, gf@adka.de
Alt Moabit 96, 10559 Berlin, Tel. 030-3980 8752, Fax - 8753.
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