Michalk: Neuer Teilhabebericht setzt wichtige Akzente für die Behindertenpolitik

Veröffentlicht am 31.07.2013 14:49 von redaktion

Berlin, 31.7.2013. Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch den neuen Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen beschlossen. Dazu erklärt die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk: „Der neue Teilhabebericht der Bundesregierung stellt einen Wendepunkt in der Berichterstattung über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen dar. Anders als alle vorangegangenen Berichte legt er offen, in welchen Lebensbereiche Menschen mit Behinderungen aktive Teilhabe erfahren und in welchen nicht. Es wird deutlich, welche Faktoren ihre gleichberechtigte Teilhabe verhindern bzw. sie begünstigen.

Der Teilhabebericht bestätigt, dass die Betroffenen den bestehenden gesetzlichen Nachteilsausgleich als wirksam empfinden. Wer seine Behinderung bzw. Schwerbehinderung anerkennen lässt, hat nachweislich bessere Teilhabechancen als derjenige, der seine Behinderung verschweigt und keine Förderinstrumente beansprucht. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass sich vor allem Menschen mit Behinderung, die keinen Schul- oder Berufsabschluss haben und ohne anerkannten Behindertenstatus sind, besonders stark von der Gesellschaft abgehängt fühlen und es tatsächlich auch sind.

Es ist gut, dass inzwischen über eine Million Menschen mit Behinderungen erwerbstätig sind. Damit ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2005 erreicht. Allerdings sind viele von ihnen im Vergleich zu Menschen ohne Behinderung öfter in Teilzeit angestellt, verdienen weniger und arbeiten häufiger unterhalb ihrer Qualifikation. Sie haben zudem längere Phasen der Erwerbslosigkeit zu überbrücken. Deshalb sind weiterhin staatliche Förderprogramme notwendig. Auch Unternehmen müssen sich noch stärker mit der Einstellung von Menschen mit Behinderung befassen. Es bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die tatsächliche Teilhabe in allen Lebensbereichen zu erreichen.“

Hintergrund:

Der Teilhabebericht über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen erscheint einmal in der Legislaturperiode und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstellt. Dieses Mal wurde er neu konzipiert, wofür die Universität Bielefeld mit einer Vorstudie die Grundlagen gelegt hat. Darauf aufbauend hat die Prognos AG innerhalb von zwei Jahren die Daten für den Teilhabebericht zusammengetragen. Begleitet und unterstützt wurden die Wissenschaftler von einem interdisziplinär besetzten wissenschaftlichen Beirat. Dieser hat die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts kommentiert und eine Einschätzung der Lebenslagen geliefert. In dem neunköpfigen Gremium haben drei vom Deutschen Behindertenrat benannte Wissenschaftler mitgearbeitet.

Der über 450 Seiten umfassende Bericht befasst sich mit den Teilhabefeldern Familie und soziales Netz, Bildung und Ausbildung, Erwerbsarbeit und Einkommen, alltägliche Lebensführung, Gesundheit, Freizeit, Kultur und Sport, Sicherheit und Schutz vor Gewalt sowie Politik und Öffentlichkeit. Besondere Schwerpunktthemen sind die Situation von älteren Menschen mit Beeinträchtigungen und Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Kontakt:

Tanja Ergin
Referentin der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Maria Michalk
der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 227-51348
Fax: 030 227-76681
Mobil: 0173 3531705
E-Mail: tanja.ergin@cducsu.de
www.cducsu.de

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