Menschen mit großer Distanz zum Arbeitsmarkt benötigen Förderung

Veröffentlicht am 29.11.2010 09:58 von Redaktion RehaNews24.de

Bonn. Der BDH Bundesverband Rehabilitation hat mit Unverständnis auf die geplanten Kürzungen der Mittel zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen um über 1,5 Milliarden Euro reagiert. „Diese Mittel dienen in erster Linie dazu, Menschen mit großer Distanz zum Arbeitsmarkt zu qualifizieren und eine Eingliederung zu fördern. Dabei sind in vielen Fällen Menschen mit Behinderung betroffen“, so Ilse Müller, Bundesvorsitzende des Verbandes.

Völlig unklar erscheint diese politische Entscheidung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vor dem Hintergrund des erwarteten Anstiegs des Steueraufkommens von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Kreis der Steuerschätzer kalkulierte zuletzt ein Steuerplus von 62 Milliarden Euro in den Jahren 2011 und 2012. Dabei wäre es jetzt an der Zeit, den Arbeitsmarkt zielgenau zu fördern. Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung verharrt mit etwa 15 Prozent nach wie vor auf hohem Niveau. Ein nicht unerheblicher Teil trägt langfristigen Charakter. Der scheinbare Aufschwung am Arbeitsmarkt ist gerade an Menschen mit schwerer Behinderung nahezu spurlos vorübergegangen.

„Wir dürfen niemanden zurücklassen. Die Integration von Langzeitarbeitslosen und Menschen, die derzeit wenig Aussicht auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt besitzen, wird unserer Gesellschaft langfristig gut tun. Die Zeche der Langzeitarbeitslosigkeit zahlen am Ende wieder die Kommunen.“

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

Kontakt:

BDH Bundesleitung

Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99   mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

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