MBOR wird tragende Säule der Reha

Veröffentlicht am 03.02.2016 16:35 von Redaktion RehaNews24

Münster, Bad Rothenfelde, 03.02.2016

 

Tagung des nordrhein-westfälischen Forschungsverbundes Rehabilitationswissenschaft zum Thema „MBOR“ in der Klinik Münsterland

 

MBOR DRVW DSC_0002Eine überaus erfolgreiche Fachtagung mit mehr als 130 Teilnehmern fand jetzt in der Klinik Münsterland und dem MBOR-Kompetenzzentrum Bad Rothenfelde statt.

Wissenschaftler sowie Vertreter von Kostenträgern und Kliniken nahmen an dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung teil, bei der der aktuelle Stand zum Thema Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) diskutiert wurde. Die Experten waren sich einig: MBOR ist eine zukünftig tragende Säule der Rehabilitation.

 

Was ist eigentlich MBOR?

 Schon früh haben sich in Bad Rothenfelde die Klinik Münsterland der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, die Parkklinik und Klinik Teutoburger Wald in einer „public private partnership“ zusammengetan, um ein Leuchtturm-Projekt anzustoßen. Hieraus entstand das MBOR-Kompetenzzentrum in der ehemaligen Kursporthalle an der Hannoverschen Straße. Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation setzt an der bisherigen Schnittstelle zwischen medizinischer und beruflicher Rehabilitation an. Betreut werden Patienten mit so genannten besonderen beruflichen Problemlagen, bei denen aufgrund einer Erkrankung längere Arbeitsunfähigkeitzeiten bestehen, der Job gefährdet ist, oder die bereits längere Zeit arbeitslos sind. Zielsetzung ist, durch intensiven medizinischen und beruflichen Rehabilitationseinsatz den Arbeitsplatz zu erhalten.

Hierzu werden neben medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen ganz konkret an den Musterarbeitsplätzen berufliche Anforderungen trainiert. Dies hat den Vorteil, dass der Rehabilitand sich einerseits „sicher fühlt, seinen Beruf wieder aufnehmen zu können“, andererseits aber auch erprobt wird, ob man dem Rehabilitanden diese Tätigkeiten zumuten kann oder ob weitere berufsbildende bzw. berufsqualifizierende Maßnahmen erforderlich sind.

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Stand, der unter den Experten ausgetauscht wurde, könnten bis zu 30 Prozent der Rehabilitanden in Deutschland für derartige intensivere Maßnahmen in Frage kommen. Im optimalen Falle werden die Maßnahmen direkt mit beruflichen Weiterbildungsangeboten, betrieblichem Wiedereingliederungsmanagement und betrieblichem Gesundheitsmanagement verknüpft. Die Kliniken in Bad Rothenfelde haben in dieser Hinsicht bereits langjährige Expertise.

 

Gezielte Zuweisung und Nachbetreuung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Patienten zielgerichtet entsprechenden Kompetenzzentren zugesteuert werden. Aktive Steuerung seitens der Kostenträger durch Nutzung von Assessments (Fragebögen für die Patienten) ist eine Möglichkeit um Patienten an den richtigen Behandlungsort zu führen. Letztendlich bedeutsam ist aber, dass die MBOR-Maßnahme keine Einzelaktion im Rahmen einer Rehabilitation ist. Von Seiten der Kostenträger sollte ein anschließendes begleitendes Case-Management implementiert werden, bei der die Rehabilitanden auch im Betrieb bei der Re-Integration betreut werden. Dies haben die beiden regionalen Rentenversicherungsträger, die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und Deutsche Rentenversicherung Westfalen bereits weitestgehend flächendeckend erreicht. Einig waren sich die Experten, dass mit dem 2 000 Quadratmeter großen Kompetenzzentrum medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation in Bad Rothenfelde ein Vorzeigeprojekt in Deutschland entstanden ist.

Bildzeilen:

 

– Prof. Dr. Bernhard Greitemann.

 

– Mehr als 130 Teilnehmer nahmen in der Klinik Münsterland und dem MBOR-Kompetenzzentrum Bad Rothenfelde an der Fachtagung teil.

 

 

 

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