LWL will Rolle als „Motor der Inklusion“ annehmen

Veröffentlicht am 20.11.2015 10:21 von Redaktion RehaNews24.de

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert:

 

LWL-Landeshaus in Münster mit dem Sitz der Hauptverwaltung. Foto: LWL/Arendt.

LWL-Landeshaus in Münster mit dem Sitz der Hauptverwaltung. Foto: LWL/Arendt.

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) muss als „Motor der Inklusion“ Menschen mit Behinderung durch vorbildliche Projekte unterstützen. „Wir wollen in Zukunft stärker unser Fachwissen und unseren westfalenweiten Blick nutzen, um gute Projekte anzuschieben, Erfahrungsaustausch zu organisieren und Akteure zu vernetzen“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb in Münster.

Auch in der Vergangenheit sei der LWL Schrittmacher gewesen, um gleichwertige Lebensverhältnisse von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Löb: „Das ambulant betreute Wohnen hat dafür gesorgt, dass Menschen mit Behinderungen in den eigenen vier Wänden leben können. Die systematische Förderung von Integrationsprojekten hat in Westfalen-Lippe dazu geführt, dass über 1.500 Menschen mit schweren Behinderungen einen regulären Arbeitsplatz außerhalb der Behinderten-Werkstatt haben.“

Das bisherige System der Behindertenhilfe sei aber wegen der Vielzahl neuer Hilfefälle kaum noch finanzierbar, der Fachkräftemangel mache die Versorgung schwieriger, und im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention seien getrennte Sonderwelten als Regelversorgung für behinderte Menschen auf Dauer nicht mehr zu halten, umriss der LWL-Chef in der LWL-Landschaftsversammlung die zukünftigen Herausforderungen.

Vom Menschen her zu denken heiße in Zukunft, nicht mehr Betten zu belegen oder Werkstattplätze, sondern eine bestimmte Rangfolge der Hilfegewährung einzuhalten. Löb: „Erst wenn ein Mensch mit Behinderungen alleine nicht mehr klar kommt, dann sollte die Frage nach technischer Unterstützung kommen, mit der er sein Leben selbständig meistern kann. Wo auch Technik nicht genügt, muss geprüft werden, ob Familie, Freunde, Nachbarschaft helfen können. Erst dann, wenn all das nicht ausreicht, stellt sich die Frage, an welchen Stellen professionelle Hilfe nötig ist.“ Inklusion müsse also viel mehr in den Nachbarschaften, den Wohngebieten, den Stadtteilen oder den Dörfern und weniger in Sonderwelten stattfinden.

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24.de

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
Telefon: 0151 - 12237994
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Hits: 12






Diesen Beitrag kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked as *

Ich stimme der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten nach der EU-DSGVO zu und akzeptiere die Datenschutzbedingungen.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .