Licht gegen Winterdepression

Veröffentlicht am 03.11.2014 10:17 von Ulrike Spaak

Therapie mit Licht hilft Patienten der Bergfried Klinik in Saalfeld durch die dunkle Jahreszeit / Jetzt auch ambulante Therapie für jeden möglich

Saalfeld, 03.November 2014 – Der Herbst und der Winter zählen zu den dunklen Jahreszeiten. Morgens wird es spät hell und am Abend früh dunkel. Die Tage sind kurz, trüb und erscheinen grau. Die Sonne lässt sich selten bis gar nicht blicken. In dieser Zeit können viele Menschen darauf warten, dass sie in ein Stimmungstief verfallen. Einige ereilt regelmäßig im Herbst und Winter die Depression. Dann werden sie melancholisch, traurig und fühlen sich schlapp und antriebslos. „Depressionen treten häufig im Winter auf. Eine besondere Form ist die saisonal abhängige Depression (SAD). Sie kommt im Herbst und verschwindet spontan im Frühling. Das unterscheidet die Winterdepression von anderen.“, erklärt Beate Görzel, Chefärztin der Bergfried Klinik in Saalfeld.

Heilen mit Licht

Um Depressionen zu bekämpfen und Betroffenen zu helfen, setzt die Bergfried Klinik in Saalfeld auf eine spezielle Therapie mit Licht als eine mögliche Behandlungsmethode. „Es ist eine anerkannte Anwendung gegen die Winterdepression. Bei 50 Prozent der Patienten ist die Wirkung positiv. Sie sprechen sehr gut auf die Therapie an.“, sagt die Chefärztin. Die Depressionsbetroffenen werden bei der Lichttherapie gezielt und regelmäßig hellem Kunstlicht ausgesetzt. Dabei sitzen Patienten entspannt vor einem Lichtapparat. Das fluoreszierende Licht mit einer Stärke von rund 10.000 Lux entspricht etwa dem Licht an einem hellen Frühlingstag. Die Lichttherapie wirkt über die Rezeptoren der Netzhaut des Auges. Die Produktion von Melatonin, das bei depressiven Stimmungen eine Rolle spielt, wird beendet und abgebaut. Der Serotoninspiegel steigt, „Glückshormone“ werden ausgeschüttet. Ein positiver Umschwung der Stimmung ist die Folge. „Schon täglich eine halbe Stunde Lichttherapie, am besten morgens oder abends, wirkt bei vielen Wunder“, berichtet Görzel.

Während der Therapie könne man z.B. lesen, sich ausruhen und entspannen. „Für mich bedeutet die Therapie eine halbe Stunde Auszeit am Tag. Ich genieße die Ruhe, kann abschalten und mag das Gefühl, etwas für meine Stimmung zu tun. Mir geht’s seitdem viel besser.“, berichtet eine Patientin. Seit zwei Wochen fährt sie für die Lichttherapie einmal am Tag in die Klinik Bergfried Saalfeld. „Die Lichttherapie lässt sich auch bei anderen Depressionsformen als zusätzliche Behandlungsmethode einsetzen.“, erklärt Chefärztin Görzel.
Rund 60 Prozent der Patienten in der Klinik Bergfried Saalfeld sind infolge der Diagnose Depression in Behandlung. Da es für dieses Krankheitsbild unterschiedliche Formen gibt, ist für die Chefärztin die richtige Diagnose entscheidend. Bei einer Winterdepression schlafe der Betroffene viel mehr, sei aber trotzdem oft müde. Er habe Heißhunger auf kohlenhydratreiche Lebensmittel und nehme an Gewicht zu. Andere Depressionsformen gingen meistens mit Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und Schlafmangel einher.

Interessierte und Betroffene, die sich der Lichttherapie als natürliche Behandlungsmethode unterziehen möchten, zahlen die Leistung in der Regel selbst. Einige Krankenkassen erstatten die Kosten dafür. Interessierte sollten sich bei ihrer Kasse erkundigen. Selbstzahler bringen 3,50 Euro pro Sitzung auf. Die 10er-Karte kostet 30,00 Euro.

Die Saalfelder Klinik Bergfried therapiert stationär und ambulant. Nach vorheriger Terminabsprache checken die Patienten für die Behandlung zirka eine Stunde (mit Vor- und Nachbereitung) in der Klinik ein und fahren nach der Therapiemaßnahme wieder nach Hause. Die Klinik Bergfried Saalfeld ist eine Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Seit über 5 Jahren behandelt sie die Schwerpunkte Depression, Angst- und Schmerzerkrankungen, Essstörungen, Zwangserkrankungen und Burnout. 

Kontakt „Klinik Bergfried“ Saalfeld: Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co., „Klinik Bergfried“ Saalfeld, Zum Fuchsturm 20 07318 Saalfeld, Telefon: 03671/593-0, Telefax: 03671/593-606, E-Mail: klinik@klinik-bergfried.de, Internet: www.klinik-bergfried.de

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Ulrike Spaak

Pressereferentin bei Dr. Ebel Fachkliniken
Dr. Ebel Fachkliniken
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Unternehmenskommunikation
Ulrike Spaak
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