Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille geht an Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation

Veröffentlicht am 14.10.2015 11:29 von DVfR

Verleihung der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2015

Von links: Wolfgang Schrödter (Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR), Prof. Dr. med. Stephan Bamborschke (Leiter des P.A.N. Zentrums) und Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle (MATERNUS-Klinik für Rehabilitation)

Für seine besonderen Leistungen im Bereich der Rehabilitation nach Hirnschädigungen wurde das Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation (P.A.N.) mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 1. Oktober im Rahmen der DVfR-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main statt.

Das vor acht Jahren von der Fürst Donnersmarck-Stiftung entwickelte P.A.N. Zentrum bietet Menschen mit erworbenen Schädel-Hirn-Verletzungen nach dem Aufenthalt in einer Klinik eine umfassende lebensweltbezogene Rehabilitation, damit diese wieder selbstbestimmt am Alltag teilhaben können.

Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR, überreichte die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille Wolfgang Schrödter, dem Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung. „Das P.A.N. Zentrum schließt eine Lücke im bestehenden Versorgungssystem für Menschen mit erworbenen schweren Beeinträchtigungen“, betonte Schmidt-Ohlemann bei der Übergabe der Urkunde. Er hoffe, dass dieses Leuchtturmprojekt viele Nachahmer findet, damit viele neurologische Patienten entsprechend versorgt werden.

Leuchtendes Beispiel

Schrödter nahm die Auszeichnung dankend entgegen. „Damit zeichnen Sie ganz konkret Menschen aus, die trotz harter Schicksalsschläge den Mut nicht sinken lassen und an die durchschlagende Wirkung von Rehabilitation glauben.“ In seiner Dankesrede unterstrich er: „Die Verleihung der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille motiviert uns jetzt, mit dem neuen Gebäude und den neuen Konzepten den eingeschlagenen Weg mit Mut und Dynamik weiter zu beschreiten.“

„Das P.A.N.-Zentrum ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie visionäre Ideen durch tatkräftige und planvolle Aktivitäten einer Gruppe von engagierten Fachleuten im Rahmen einer Stiftung bürgerlichen Rechts und damit letztlich von bürgerschaftlichem Engagement zum Erfolg geführt werden können“, betonte der Neurologe Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle in seiner Laudatio. Er sei überzeugt davon, dass diese innovative neurologische Rehabilitation mit all ihren Facetten Schule machen und ganz im Sinne von Professor Jochheim zu weiteren Fortschritten in der Teilhabeförderung von neurologisch schwerst betroffenen Menschen führen werde.

Mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ehrt die DVfR seit 2011 Initiativen, die in herausragender Weise die individuelle und umfassende Rehabilitation behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen fördern und zu deren Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beitragen. Namensgeber der Medaille ist der 2013 verstorbene Pionier der Neurorehabilitation in Deutschland: Prof. Dr. Kurt-Alphons Jochheim.

Weitere Informationen finden Sie unter www.dvfr.de und www.panzentrum.de

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