Krankenhäuser dürfen als Konjunktur- und Jobmotor nicht in die Kostenfalle laufen

Veröffentlicht am 10.11.2011 11:33 von redaktion

Pressemitteilung 10. November 2011

34. Deutscher Krankenhaustag vom 16. bis 19. November 2011 auf der Medica

„Die Krankenhäuser sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung in Deutschland. Trotz finanzieller Begrenzungen bieten sie einen erstklassigen Standard in der Patientenversorgung. Doch mit weiteren Kürzungen laufen die Kliniken zunehmend in die Kostenfalle“, erklärte der Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), Gerd Norden, heute bei der Vorstellung des Kongressprogramms in Düsseldorf.

Rund 4,7 Millionen Menschen arbeiten derzeit im Gesundheitswesen. Mit 1,1 Millionen Beschäftigten sind die Kliniken innerhalb der Gesundheitswirtschaft der größte Arbeitgeber. Gleichzeitig sind die 2083 Krankenhäuser in Deutschland ein maßgeblicher Konjunkturmotor. Aufgrund des demographischen Wandels wird die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen weiter steigen.

Um diese Herausforderungen zukünftig meistern zu können, seien stabile Krankenhäuser im Gesundheitssystem unabdingbar. „Zur Sanierung des GKV-Systems haben die Kliniken in 2011 eine halbe Milliarde Euro beigetragen. Weitere 600 Millionen Einsparungen zu Lasten der Krankenhäuser sind nach dem GKV- Finanzierungsgesetz für 2012 vorgesehen. Gesundheitsfonds und Krankenkassen haben jetzt schon Milliardenüberschüsse“, erklärte Norden. Weitere Sanierungsbeiträge seien sachlich nicht mehr gerechtfertigt und den Krankenhäusern nicht zumutbar. Den Kostensteigerungen von bis zu 5 Prozent stünden weniger als 1 Prozent Budgetzuwächse entgegen. „Die Kostenfalle schnappt in 2012 zu, wenn der Gesetzgeber nicht die Chance ergreift, im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Versorgungsstrukturgesetz die Kürzungen für die Krankenhäuser zurückzunehmen“, so Norden weiter.

Im Rahmen der gesundheitspolitischen Auftaktveranstaltung des Deutschen Krankenhaustages mit dem Generalthema „Versorgung verbessern – Barrieren abbauen!“ steht das Versorgungsstrukturgesetz daher im Mittelpunkt. Die DKG-Veranstaltung „Das G-DRG-System 2012“ zum Entgeltsystem im Krankenhaus, das „Pflegeforum“, der „Tag der Ärzte“ und Fachveranstaltungen zu den Themen MVZ, Architektur, Hygiene, IT und Controlling runden das interdisziplinäre und informative Programm ab.

Der Deutsche Krankenhaustag ist für alle Berufsgruppen und Partner im Krankenhaus eine hochkarätige Kommunikationsplattform. Die Medica und der Deutsche Krankenhaustag ergänzen sich und profitieren voneinander. „Mit der First Joint European Hospital Conference sprechen wir das internationale Publikum an und haben ein Diskussionsforum für europäische Gesundheitspolitik geschaffen“, betonte Norden abschließend.

Das ausführliche Kongressprogramm des 34. Deutschen Krankenhaustages steht unter www.deutscher-krankenhaustag.de zum Download bereit.

Kontakt:
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Pressestelle
Moritz Quiske, Holger Mages, Rike Haibach
Telefon: (030) 39 801 – 1020 / – 1022 / – 1023
Fax: (030) 39 801 – 3021
E-Mail: pressestelle@dkgev.de
Wegelystraße 3, 10623 Berlin

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