Kommission beschließt Mindestlohn für Pflegehilfskräfte

Veröffentlicht am 05.09.2014 11:42 von redaktion

05.09.2014 |

bpa sieht Ergebnis als ausgewogen an

   

Berlin. Die Zweite Kommission zur Erarbeitung von Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche – kurz: „Mindestlohnkommission“ – hat in ihrer gestrigen Sitzung den neuen Mindestlohn für Pflegekräfte in der Pflege und Betreuung beschlossen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) begrüßt das Ergebnis als ausgewogene Weiterentwicklung des bisherigen Mindestlohns. „Zu beachten ist aber, dass das Gehaltsniveau der Pflegefachkräfte nicht mit dem Pflegemindestlohn verwechselt werden darf, da es sehr deutlich über diesen Einstiegslöhnen liegt und weiterhin liegen wird“, erläutert bpa-Präsident Bernd Meurer.

Die kommenden Mindestlöhne in der Pflege werden teils auch deutlich über dem zum 1. Januar 2015 kommenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro liegen. Die Staffelung beginnt am 1. Januar 2015 bei 9,40 Euro im Westen beziehungsweise 8,65 Euro in den östlichen Bundesländern. Ab dem Beginn des Jahres 2017 werden in den alten Bundesländern 10,20 Euro erreicht; in den neuen sind es 9,50 Euro.

„Wir sehen den Nachholbedarf bei Hilfskräften nun als deutlich erfüllt an“, äußert sich Meurer, der durch diese Regelung einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für obsolet hält. An die Kostenträger appelliert er, bei den Pflegesatzverhandlungen die Steigerungen angemessen zu berücksichtigen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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