Klinikmitarbeiter und Patienten treffen Zeitzeugen des Holocaust

Veröffentlicht am 06.09.2016 11:32 von Redaktion RehaNews24

Gemeinsame Pressemitteilung

– Zeichen der Hoffnung – ZNAKI NADZIEI e.V.

– MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden

 

Wiesbaden, 06. September 2016


Nach ihrem beeindruckenden Besuch im vergangenen Jahr sind erneut 20 ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal eingetroffen. Im Rahmen des umfangreichen zweiwöchigen Erholungs- und Kulturprogramms wird in diesem Jahr erstmals auch eine Begegnung mit Beschäftigten und Patienten der Klinik stattfinden.

 

Herzlich begrüßt wurden die polnischen Gäste an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal von der Kaufmännischen Leiterin Bettina Glorius (4.v.r.).

Herzlich begrüßt wurden die polnischen Gäste an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal von der Kaufmännischen Leiterin Bettina Glorius (4.v.r.).

Schon im vergangenen Jahr beeindruckte ihr Besuch die Region: 20 ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen sind am Montag, den 29. August, zu einem zweiwöchigen  Besuch in Hessen  in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal eingetroffen. Für die hochbetagten bis zu 97 Jahre alten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise ist der Aufenthalt in Deutschland erlebnisreich und anstrengend zugleich. Denn das Programm reicht von offiziellen Empfängen im Wiesbadener Rathaus und im Römer in Frankfurt/Main über einen  Schiffsausflug auf dem Rhein hin zu Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern an Gymnasien in Wiesbaden und Mainz. Zum Begrüßungsempfang am vergangenen Dienstagabend in der Klinik kam auch der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher der Landeshauptstadt Wiesbaden, Wolfgang Nickel. Der Vorstand des Vereins Zeichen für Hoffnung e.V. war gleich dreifach vertreten mit dem Vorsitzenden Pfarrer i. R. Dr. Hermann Düringer, seinem Stellvertreter Pfarrer i. R. Klaus Endter und Vorstandsmitglied Peter Galetzka.

 

Erstmals Austausch mit Beschäftigten und Patienten

Für die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal, die ihren besonderen Gästen erneut eine komfortable Unterkunft und eine kostenlose pflegerische und therapeutische Betreuung zukommen lässt, ist das Programm in diesem Jahr etwas Besonderes. „Durch den Besuch der Gäste aus Polen in der Klinik gab es im vergangenen Jahr schon viele Kontakte und Flurgespräche mit unseren Mitarbeitern und Patienten“, berichtet Bettina Glorius, Kaufmännische Leiterin der MEDIAN Klinik Aukammtal, „Daraus ist der Wunsch erwachsen, mehr über die Menschen zu erfahren, die als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene  die Schrecken des zweiten Weltkriegs und unermessliche Grausamkeiten in  den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen und Dachau miterlebt haben. Wir kommen diesem Wunsch gern nach und bieten darum erstmals in der Klinik einen gemeinsamen Abend an.“ „Die Menschen, die uns von den Schrecken der NS Gewaltherrschaft noch aus eigenem Erleben berichten können werden immer  weniger“, ergänzt Daria Schefczyk, Geschäftsführerin des Vereins Zeichen der Hoffnung e.V., die die Reisegruppe begleitet, „Daher sind Zeitzeugengespräche für uns so unermesslich wertvoll.“ Ziel des Besuchs, der von der evangelischen Initiative „Zeichen der Hoffnung e.V.“ organisiert und von der Willy Robert Pitzer Stiftung finanziert wird, ist eine bessere Verständigung zwischen Polen und Deutschen.

 

Die Initiative Zeichen der Hoffnung e.V.

Die evangelische Initiative „Zeichen der Hoffnung – Znaki Nadziei e.V.“ aus Frankfurt am Main wurde 1977 gegründet mit dem Ziel der Versöhnung und Verständigung von Deutschen und Polen. Seit den 1990er Jahren pflegt die Initiative einen intensiven Austausch mit polnischen Opfern der NS-Gewaltherrschaft auch in Form von Erholungsreisen. Von 2004 bis 2014 führten Reisen in die MEDIAN Rheingau-Taunus Klinik nach Bad Schwalbach, seit 2015 sind die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal und Wiesbaden Ziel der Reise. „Die Begegnung und Gespräche mit Überlebenden des Holocaust in Schulen, Gemeinden oder wie dieses Jahr mit den Mitarbeitern und Patienten der Rehaklinik Aukammtal sind für uns ein wichtiger Kern unserer Initiative gegen das Vergessen,“ erläutert Klaus Endter, der zur Begrüßung der polnischen Gäste nach Wiesbaden gekommen war, die Arbeit des Vereins, „Neben Erholungsreisen und Unterstützung der Opfer bietet der Verein auch Diskussionsveranstaltungen, Informationsmaterial und Studienreisen an und organisiert Stellen für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in Polen.“

 

Über die Willy Robert Pitzer Stiftung

Die Willy Robert Pitzer Stiftung mit Sitz in Bad Nauheim, die den Aufenthalt der ehemaligen KZ-Häftlinge aus Polen möglich macht, ist eine Gründung des 2003 verstorbenen gleichnamigen Architekten und Gründers der hessischen PITZER-Unternehmensgruppe. Er hatte sich sein Leben lang für kranke und hilfsbedürftige Menschen engagiert und fast 40 Jahre lang in Hessen zuletzt insgesamt zehn Reha-Kliniken betrieben. Auch die MEDIAN Klinik Aukammtal ist ein ehemaliges Haus der PITZER Kliniken.

 

Kontakt und Nachfragen:

 

ZEICHEN DER HOFFNUNG – ZNAKI NADZIEI e.V.

Geschäftsführerin Daria Schefczyk

Rechneigrabenstraße 10  |  60311 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 921 05 66 52  |  Fax: 069 / 921 05 76 52

E-Mail: info@zeichen-der-hoffnung.org

 

MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden

Kaufmännische Leiterin Bettina Glorius

Leibnizstraße 25 | 65191 Wiesbaden

Tel.: 0611 / 571-0  |  Fax: 0611 / 571-148

E-Mail: bettina.glorius@median-kliniken.de

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