Kliniken in Münster und Bad Lippspringe forschen gemeinsam Fragebogen für Abhängigkeitserkrankte soll Reha verbessern

Veröffentlicht am 11.07.2014 10:19 von redaktion

Dr. Jens Hinrichs

Dr. Jens Hinrichs

Dr. med. Regina von Einsiedel

Dr. med. Regina von Einsiedel

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) und das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe starten jetzt ein gemeinsames Forschungsprojekt. An der Studie „Diagnostik von Arbeitsmotivation: Eine indikationsspezifische Validierung des DIAMO-Fragebogens im Bereich der Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankten.“ sind die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des UKM und die Klinik am Park – Klinik für Abhängigkeitserkrankungen des MZG beteiligt. Die Federführung haben Dr. rer. medic. Dipl.-Psych. Jens Hinrichs (Münster), der Suchtmediziner Andreas Reimer (Deutscher Orden Ordenswerke GB Suchthilfe) und Dr. med. Regina von Einsiedel (Bad Lippspringe).

Kern des Projektes ist die Frage, ob der Fragebogen geeignet ist, bei Rehabilitanden mit Abhängigkeitserkrankungen individuelle Motivationsprofile zum Thema Arbeit abzuleiten. Im Idealfall könnte der DIAMO-Fragebogen zukünftig am Anfang einer jeden Reha-Maßnahme stehen, die Abhängigkeitserkrankte absolvieren. „Dem Behandler bietet sich die Möglichkeit, mit dem Rehabilitanden seine Motivlagen wie auch die motivationsfördernden und -hemmenden Faktoren zu besprechen und in der Planung und Umsetzung der Rehabilitationsbehandlung und hier insbesondere in der Psychotherapie und Arbeitstherapie zu berücksichtigen“, sagt Dr. Jens Hinrichs.

Davon profitieren könnten demnach in der Reha alle Menschen mit einer besonderen beruflichen Problemlage.
Der DIAMO-Fragebogen wurde 2006 in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des UKM im Rahmen einer Studienförderung des Vereins für Rehabilitationsforschung e.V. Norderney entwickelt und an Rehabilitanden der beruflichen und medizinischen Rehabilitation erprobt. In der Diagnostik von Arbeitsmotivation gilt der Fragebogen als etabliertes Instrument. „In unserer gemeinsamen Studie erproben wir den Fragebogen erstmals an Rehabilitanden mit Abhängigkeitserkrankungen“, sagt Dr. med. Regina von Einsiedel.

Die Klinik am Park eignet sich nach Angaben von Dr. Jens Hinrichs gut als Projektpartnerin: „Im Bereich der stoffgebundenen Süchte behandelt die Fachklinik in Bad Lippspringe speziell Menschen mit einer Alkoholerkrankung. Für die Studie stellt dies eine wichtige Erweiterung des Informationsspektrums dar, da sich die Rehabilitanden mit Alkoholsucht und Illegale-Drogen-Sucht zumeist erheblich in Alter, Schul- und Erwerbsbiografien unterscheiden.“

Die Ergebnisse der Studie werden für August 2015 erwartet.
Michael Ennenbach, der als Verwaltungsdirektor im MZG für die Klinik am Park zuständig ist, freut sich über das gemeinsame Forschungsprojekt: „Diese einrichtungsübergreifende Vernetzung im Dienste der Wissenschaft hilft dabei, die Rehabilitation insgesamt in unserem Land positiv weiter zu entwickeln.“

Kontakt für Rückfragen:
Heiko Appelbaum
-Pressesprecher-
Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH
MZG-Westfalen
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de

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