Kliniken im hohen Norden setzen auf gute Qualität – Rehabilitation

Veröffentlicht am 12.01.2011 14:47 von Andre Jackson

Kiel, 12. Januar 2011 – “Vor allem auf gute Qualität können die vielen Reha-Patienten aus anderen Bundesländern bauen, die sich in den Einrichtungen Schleswig-Holsteins behandeln lassen”, kommentiert Bernd Krämer, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH), kürzlich veröffentlichte Angaben des Statistikamtes Nord. Demnach stammten mehr als 70 Prozent der 118 000 Patienten, die in Einrichtungen mit mehr als 100 Betten behandelt wurden, nicht aus dem Norden. “Unsere Kliniken haben schon vor Jahren gute Qualität als Wettbewerbsvorteil erkannt. Sie nutzen Auszeichnungen und Qualitätsnachweise als Marketingmittel im Wettbewerb und nehmen daher verstärkt an Akkreditierungen für Qualitätssiegel teil”, erläutert Krämer.

Um die Kliniken bei ihren Qualitätsbestrebungen zu unterstützen, hat die KGSH gemeinsam mit dem Verband der Privatkliniken in Schleswig-Holstein e.V. (VPKSH) vor mehr als zehn Jahren ein eigenes Qualitätsmanagementverfahren (QM) entwickelt: das Gütesiegel “Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität”. “Es erfährt bei unseren Mitgliedern wegen seines hohen Praxisbezugs große Akzeptanz. Zugleich deckt das Gütesiegel die wachsenden Qualitätsansprüche der Patienten ab, die gern viele Kriterien für die Wahl eines Hauses berücksichtigen. Darunter insbesondere Qualitätsaspekte in der ärztlichen und therapeutischen Versorgung”, berichtet Krämer weiter.

“Der hohe Anteil von Reha-Patienten aus anderen Bundesländern ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht für Schleswig-Holstein von Bedeutung, denn in der Folge sind gut 3,3 Millionen Übernachtungen und damit 15% aller Übernachtungen im gesamten touristischen Sektor Schleswig-Holsteins auf den Vorsorge- und Reha-Bereich zurückzuführen. Dies belegt die Studie der Prognos AG zur “Volkswirtschaftlichen Relevanz der Reha-Kliniken in Schleswig-Holstein” (Stand 2010), stellt Krämer abschließend fest.

Das Gütesiegel “Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität”

Das Gütesiegel “Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität” ist für Reha-Kliniken ein ideales Instrument zur Standortbestimmung des klinikinternen Qualitätsmanagements. Der 20 Punkte umfassende Kriterienkatalog greift genau die Grundvoraussetzungen auf, die für ein Qualitätsmanagement unabdingbar notwendig sind, wie zum Beispiel: Patienten- und Mitarbeiterorientierung, indikationsspezifische Therapiekonzepte, Führungskräftequalifikation, Entwicklung eines Unternehmensleitbildes, Beteiligung an internen und externen Qualitätssicherungsverfahren, Benennung von Qualitätsmanagementbeauftragten, Einrichtung eines Beschwerde- und Fehlermanagements.

Wer am QM der KGSH teilnimmt, wird auf Herz und Nieren geprüft. Ein ausgesuchtes Team von Auditoren, bestehend aus Therapeuten, Verwaltungsfachleuten, ärztlichem und pflegerischem Personal, prüft in den verschiedenen Bereichen über mehrere Tage Kommunikationsprozesse und Arbeitsabläufe einer Reha-Klinik.

Bislang sind 16 schleswig-holsteinische Reha-Kliniken zum Teil schon mehrfach mit dem Gütesiegel “Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität” ausgezeichnet worden. Das QM der KGSH ist auch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) offiziell als rehabilitationsspezifisches Qualitätsmanagement-Verfahren anerkannt. Dies ist bedeutsam, weil seit dem 01. Oktober 2009 Rehabilitationskliniken gesetzlich dazu verpflichtet sind, die Einführung und Weiterentwicklung eines von der BAR anerkannten rehabilitationsspezifischen Qualitätsmanagement-Verfahrens im Abstand von drei Jahren nachzuweisen.

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Andre Jackson

Ulrike Petersen
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