Kliniken begrüßen Infektionsschutzänderungsgesetz

Veröffentlicht am 09.06.2011 10:40 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung 09. Juni 2011

DKG zur 2./3. Lesung des Infektionsschutzänderungsgesetzes im Deutschen Bundestag

„Die Krankenhäuser in Deutschland begrüßen die mit dem Gesetzentwurf verfolgten Ziele, Hygiene und Infektionsschutz in der medizinischen Versorgung zu stärken. Die Kliniken unterstützen den Kampf gegen Infektionen und Resistenzen ohne jede Einschränkung.“ Dies erklärte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Rudolf Kösters, heute im Rahmen der Fachveranstaltung „DKG intensiv“ in Berlin anlässlich der 2./3. Lesung des Infektionsschutzänderungsgesetzes.

Hygiene und Infektionsschutz nähmen in den Krankenhäusern einen sehr hohen Stellenwert ein. Dabei handele es sich um eine wichtige Managementaufgabe, mit der bereits heute sehr verantwortungsvoll umgegangen werde. Dies zeige sich auch aktuell bei der Behandlung der EHEC-Erkrankten in den Krankenhäusern, betonte der DKG-Präsident.

„Wir freuen uns darüber, dass die Politik die Personal-Problematik erkannt und eine bis Ende 2016 befristete Übergangsvorschrift für die Qualifikation einer ausreichenden Zahl geeigneten Fachpersonals vorsieht. Fünf Jahre sind jedoch bei weitem nicht ausreichend, die notwendige Zahl an Krankenhaushygienikern auszubilden. Hier sind ergänzend alternative Lösungen erforderlich, wie etwa eine Zusatzweiterbildung. Allerdings vermissen wir an vielen Stellen den notwendigen sektorenübergreifenden Ansatz, so z.B. bei der Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen“, machte Kösters deutlich.

Darüber hinaus sähe der Gesetzentwurf zahlreiche neue Anforderungen vor, deren Finanzierung leider nicht thematisiert werde. Neue Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten kosteten nicht nur die Zeit der Klinik-Mitarbeiter, sondern auch Geld. Hinzu kämen die Kosten für das zusätzliche Hygiene-Fachpersonal sowie für Isolierung, Sanierung und den erhöhten Pflegeaufwand für Patienten, die mit resistenten Erregern besiedelt seien. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf nahezu 1 Prozent der Krankenhausausgaben jährlich: Dies sei ohne finanzielle Ressourcen nicht zu bewältigen, zumal den Krankenhäusern in diesem und im nächsten Jahr über 1 Milliarde Euro durch die Gesundheitsreform abverlangt werden, bekräftigte Kösters im Rahmen der heutigen Auftaktveranstaltung „DKG intensiv“ zur Krankenhaushygiene. Dort diskutieren 120 Entscheidungsträger aus Krankenhäusern und Politik über die konkreten Auswirkungen des Gesetzentwurfs bis hin zu haftungsrechtlichen Konsequenzen.

Mit der neuen, halbjährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe „DKG intensiv“ hat die DKG ein Forum etabliert, auf dem Spitzenvertreter aus Klinikmanagement, Politik und Wissenschaft zu aktuellen politischen Themen Position beziehen.

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.084 Krankenhäuser versorgen jährlich über 17,8 Mio. Patienten mit 1,1 Mio. Mitarbeitern. Bei 66,7 Mrd. Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

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