Klarheit bei Zukunft der Pflegeversicherung schaffen

Veröffentlicht am 28.09.2011 15:03 von Uwe H. Sattler

Pressemitteilung 11-2011 (28.09.2011)

Bundesverband Geriatrie e.V. mahnt schnelle Einigung über Reform an / Grundsatz „Reha vor Pflege“ muss konsequent umgesetzt werden

Der Bundesverband Geriatrie e.V. drängt auf eine schnelle Einigung bei der Reform der Pflegeversicherung und Verbesserungen an der Schnittstelle zwischen Kranken- und Pflegeversicherung. “Die weitere Verschiebung des Vorhabens bedeutet nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Einrichtungen und das medizinische Personal eine anhaltende Unsicherheit“, erklärte der Geschäftsführer des Verbands, Dirk van den Heuvel, in Berlin. Für die Geriatrie mit einem hohen Anteil pflegebedürftiger Patienten sei insbesondere eine klare Regelung der Zuständigkeiten an der Schnittstelle der beiden Versicherungsträger von zentraler Bedeutung.

Die geriatrische Versorgung könne einen erheblichen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität der älteren Patienten deutlich zu verbessern und damit zugleich ein umfassendes Wirtschaftspotenzial zu generieren. Daher müsse bei der Reform der Grundsatz „Reha vor Pflege“ konsequent umgesetzt und sichergestellt werden, dass das Rehabilitationspotenzial der Patienten genutzt wird.  „Durch eine möglichst optimale Wiedereingliederung in das häusliche Umfeld reduzieren sich die Ausgaben der Pflegeversicherung sowie der Sozialhilfeträger, so dass es gesamtgesellschaftlich zu deutlichen Einsparungen und damit zu entsprechenden Entlastungen kommt“, so der Geschäftsführer des Bundesverbands. „Insbesondere die Verhinderung der Pflegebedürftigkeit bietet neben dem Nutzen für die Patienten enorme Möglichkeiten der finanziellen Entlastung nicht zuletzt der Kommunen, die durch Transferleistungen und Heimunterbringung zunehmend in die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Patienten finanziell mit einbezogen werden.“ Gutachterliche Berechnungen hätten gezeigt, dass sich die erfolgreiche geriatrische Behandlung im Falle einer verhinderten bzw. geminderten Pflegebedürftigkeit bereits in einem Zeitraum von 6,4 Monaten amortisiert, unterstrich der Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

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Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

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