Karlsruhe ist drei Tage lang Deutschlands Reha-Hauptstadt

Veröffentlicht am 10.03.2014 13:15 von Redaktion RehaNews24.de

Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 10. bis 12. März 2014 in Karlsruhe

Erscheinungsdatum: 10.03.2014

Die steigende Inanspruchnahme der Rehabilitation hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass die der Rentenversicherung hierfür zur Verfügung stehenden Mittel immer stärker ausgeschöpft würden, so Dr. Axel Reimann, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, beim 23. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium. Das Kolloquium findet vom 10. bis 12. März in Karlsruhe zum Thema „Arbeit- Gesundheit-Rehabilitation“ statt.

Reimann und Hubert Seiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, begrüßten, dass die Bundesregierung jetzt das Budget für die Rehabilitation der Rentenversicherung an die demographische Entwicklung anpassen wolle. Auch wenn für 2014 damit knapp sechs Milliarden Euro zur Verfügung stünden, würden die finanziellen Spielräume aber weiterhin eng bleiben.
„Die Rentenversicherung entwickelt ihr Rehabilitationsangebot kontinuierlich weiter“, betonte Reimann. Angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftemangels werde es immer wichtiger, die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern. „Mit ihren Reha-Leistungen kann die Rentenversicherung das Potential an Erwerbspersonen zwar nicht vergrößern, dieses kann aber durch die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von gesundheitlich beeinträchtigten Beschäftigten besser ausgeschöpft werden“, sagte Reimann. Reimann begrüßte, dass beim diesjährigen Kolloquium über sachgerechte Lösungsansätze diskutiert werde.

Reimann machte bei dem Kolloquium deutlich, dass immer häufiger auch psychische Störungen die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen einschränkten. Die Deutschen Rentenversicherung habe auf diese Entwicklung reagiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet, die jetzt in die Praxis umgesetzt werden sollen. Der Rentenversicherung gehe es dabei insbesondere um eine optimale Vernetzung der verschiedenen Akteure und eine übergreifende Behandlung von psychischen Störungen.

Wie wichtig eine ausreichende Finanzausstattung für die Reha in Deutschland ist, unterstrich auch Seiter. Es gehe darum, dass wir alle länger gesund unserer qualifizierten Arbeit nachgehen können. „Die Rente mit 67 kommt. Insofern passt das Kongressthema „Arbeit – Gesundheit – Rehabilitation“ in die Zeit, in der wir darüber reden müssen, wie wir das schaffen“, sagte Seiter.

Die Zukunft unserer Gesellschaft hänge, so Seiter, entscheidend davon ab, dass der Generationenvertrag eingehalten werde. Ein funktionierender Sozialstaat – und Reha sei ein wichtiger Teil davon – sei Garant für den sozialen Frieden. Dem müsse die Politik Rechnung tragen. Nicht ein an die Löhne angepasstes willkürlich festgesetztes Budget mit einer minimalen demografischen Komponente sei die Lösung. Das Reha-Budget müsse den tatsächlichen Bedarf abbilden und gesellschaftliche und soziale Rahmenbedingungen berücksichtigen. Neben der Demografie seien, so Seiter, Veränderungen im Krankheitsspektrum zu berücksichtigen. Die von der Bundesregierung vorgesehene Budget-Erhöhung um 200 Millionen Euro jährlich sei kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Diskussionen im Rahmen des Kongresses würden aber zeigen, dass die politische Erwartung, nämlich bis 67 zu arbeiten, kaum realisiert werden könne, wenn jährlich nur rund drei Prozent der Erwerbstätigen eine Reha in Anspruch nehmen.
Mit Professor Götz Werner, in dessen dm-Märkten allein in Deutschland mehr als 34.000 Menschen arbeiten, sprach einer der renommiertesten Unternehmer in Deutschland beim Reha-Kolloquium. Werner sagte, Reha-Medizin solle Menschen bei der Orientierung in ihrem Leben unterstützen. Es sei wichtig, dass Menschen lernten, ihr Leben bewusst zu gestalten. „Wer einen Sinn erkennt, der weiß auch, wo es für ihn langgeht“, sagte Werner. Mit Blick auf betriebliche Maßnahmen zu Erhaltung der Gesundheit sei Wertschätzung die beste Prävention.

Über das Reha-Kolloquium in Karlsruhe
Das 23. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium steht unter dem Titel „Arbeit – Gesundheit – Rehabilitation“. Noch bis zum 12. März erörtern rund 1.500 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten die Frage, wie Rehabilitation und Prävention dazu beitragen können, Menschen in der anspruchsvollen modernen Arbeitswelt ein gesundes Arbeiten zu ermöglichen. Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg und Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften veranstalten das Kolloquium gemeinsam. Veranstaltungsort ist das Kongresszentrum Karlsruhe, Festplatz 9, 76137 Karlsruhe. Weitere Informationen gibt es unter www.deutsche-rentenversicherung.de/reha-kolloquium  im Internet.

Deutsche Rentenversicherung Bund
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