Kältetherapie bei Depressionen in der MEDIAN Klinik Schlangenbad

Veröffentlicht am 23.08.2017 13:45 von admin

Pressemitteilung

 

23. August 2017

  

Die Reha-Klinik in Schlangenbad hat ihr Therapieangebot erweitert. Von der hauseigenen Kältekammer profitieren jetzt neben Patienten der Rheumatologie, Orthopädie und Gynäkologie auch Menschen mit psychosomatischen Beschwerden.

 

Zum Schutz stehen die Patienten während der Anwendung über ein Sichtfenster und eine Gegensprechanlage in ständigem Kontakt mit den Therapeuten außerhalb der Kammer.

Eine größere Kälte ist für sie kaum vorstellbar: Bei Minusgraden von 110 Grad Celsius gehen Patienten in der MEDIAN Klinik Schlangenbad in die Kältekammer, um ihre Schmerzen zu lindern. Ein maximal vier Minuten dauernder Aufenthalt fördert die Durchblutung und entzündungshemmende Mechanismen werden in Gang gesetzt. Diesen Effekt nutzen die Rheumatologen in der Klinik bei der Schmerztherapie bereits seit 17 Jahren. Laut neuerer Studien wirkt sich große Kälte aber auch positiv bei Depressionen und Angststörungen aus, was daran liegen könnte, dass das vegetative Nervensystem reguliert wird. Vor diesem Hintergrund setzt auch die Abteilung für Psychosomatik der MEDIAN Klinik Schlangenbad neuerdings die Kältekammer ein. „Die tiefen Minustemperaturen verursachen einen Adrenalin- und Endorphinschub. Durch die Wirkung auf das vegetative Nervensystems können positive Effekte bei Depressionen, Burnout und Angststörungen erzielt werden“, so Petra Marx, Chefärztin der Psychosomatik und Psychotherapie an der MEDIAN Klinik Schlangenbad.

 Kälte als Bestandteil des Therapieplans

Während einer stationären Rehabilitation ist die Kältekammer in allen Fachabteilungen Bestandteil des Therapiekonzeptes. Bis zu fünf Mal in der Woche werden die Patienten bei Bedarf der extremen Kälte ausgesetzt. Die Erfahrungen sind durchweg positiv. „Die Kältetherapie ist ein Mosaikteilchen der gesamten Therapie. Die meisten Patienten empfinden die Kälte als schmerzlindernd oder stimmungsaufhellend“, so Dr. med. Sinan Cilaci, Chefarzt Innere Medizin und Rheumatologie. Mit einem Anschaffungspreis von mehreren hunderttausend Euro gilt die Kältekammer als teuer, außerdem ist sie wartungsintensiv. „Wir sind eine von wenigen Kliniken in Deutschland, die ihren Patienten eine Kältekammer anbieten können und freuen uns, dass neben den rheumatologischen Patienten nun auch unsere psychosomatischen Patienten von der Ganzkörperkältetherapie profitieren“, meint die Kaufmännische Leiterin Julia Handt.

 

Maximal vier Minuten in zwei Kammern

Die Kältekammer der MEDIAN Klinik Schlangenbad verfügt über ein Zwei-Kammer-System. In der ersten Kammer kann der Patient sich bei Minus 40 Grad Celsius auf die Kälte einstellen und bleibt dort für ca. 20 Sekunden. In der zweiten Kammer verweilt er schließlich drei bis maximal vier Minuten bei Minus 110 Grad. Während der Dauer der Anwendung in den etwa zwei mal zwei Meter großen Kammern besteht Sicht- und Sprechkontakt zu einem Therapeuten durch ein Fenster und eine Gegensprechanlage. Die Patienten tragen Badekleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe sowie Ohren- und Mundschutz, um die besonders kälteempfindlichen Bereiche des Körpers zu schützen. Personen, die unter Schmerzen oder Depressionen leiden, können die Kältekammer auch ambulant als Selbstzahler nutzen. Zuvor sollte allerdings der behandelnde Haus- oder Facharzt zu Rate gezogen werden. Nicht angeraten ist die Kältekammer zum Beispiel bei akuten und schwerwiegenden Herz-Kreislauferkrankungen.

 

Die MEDIAN Klinik Schlangenbad

Als Rehabilitationsklinik ist die MEDIAN Klinik Schlangenbad auf internistische Rheumatologie, Orthopädie, Psychosomatik, Psychotherapie und Gynäkologie spezialisiert. Eine besondere Stärke des Hauses liegt in der interdisziplinären Kompetenz bei der Behandlung chronischer Schmerzen. Die Klinik in dem hessischen Staatsbad befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Thermalhallenbades. Behandlungen zur rheumatologischen, gynäkologischen und psychosomatischen Rehabilitation finden ebenfalls dort statt.

 

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit 123 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen und ca. 15.000 Beschäftigten in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe.

Kontakt und Nachfragen:

 

MEDIAN Klinik Schlangenbad

Kaufmännische Leiterin Julia Handt

Rheingauer Straße 18 | 65388 Schlangenbad

Telefon +49 (0)6129 41-708 oder -401

Mobil + 49 (0)173 2905483

Telefax +49 (0)6129 41-443

E-Mail: julia.handt@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

 

 

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