3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Veröffentlicht am 02.12.2011 11:27 von redaktion

Inklusionsvorgaben als Chance nutzen

Bonn, 03. Dezember 2011. Der Internationale Tag der Menschen mit  Behinderung richtet den Fokus auf die politische Dimension der   Konventionspolitik. In Deutschland leben 8,6 Millionen Menschen mit   anerkannter Behinderung. Für Ilse Müller, Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, bietet die UN-Behindertenrechtskonvention eine große Chance, gesellschaftliche   Akzente zu setzen:

„Der 03. Dezember ist eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und auf die
großen Umsetzungsschwierigkeiten der Konventionsvorgaben hinzuweisen.
Es ist nötiger denn je, den Finger in die Wunde zu legen, denn wir
erleben in unserer täglichen Beratungsarbeit mit unseren Mitgliedern
nach wie vor große Defizite bei der Umsetzung der Inklusionsvorgaben.
Dies gilt im besonderen Maße für das Bildungswesen, das vor allem
durch Barrieren in den Köpfen der Menschen geprägt ist. Wer vermeiden
will, dass die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auf lange
Sicht zu einem politischen Schönwetter-Thema werden, sollte den Mut
besitzen, Bildungsstätten zu integrativen Mustereinrichtungen
umzugestalten und damit ein Zeichen zu setzen. Der Verweis auf
krisenbedingt knappe Finanzierungs- und Handlungsspielräume ist nicht
akzeptabel, sind doch die Missstände in der Konventionspolitik zu
offensichtlich.

Nach wie vor besuchen beispielsweise deutschlandweit nur etwa 20
Prozent der Schüler mit Förderbedarf eine Regelschule, während die
Konventionsvorgabe für ein inklusives Schulsystem eine Quote von 90
Prozent vorsieht. Wir erwarten von der Politik eine grundlegende
Priorisierung der Inklusionsvorgaben, zum Wohle unserer Gesellschaft.
Der Prozess erfolgreicher Inklusionspolitik beginnt mit der
praktischen Umsetzung moderne Schulmodelle, die gemeinsames Lernen und
Zusammenleben behinderter und nicht behinderter Menschen umsetzen.
Unsere Gesellschaft sollte die Chance nicht verstreichen lassen, die
Werte wie Toleranz und Akzeptanz bieten. Wechselseitig voneinander
lernen ? das ist ein Modell mit Zukunft. Wir alle sind aufgerufen,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben
Betroffener fördern, denn ein selbstbestimmtes Leben ist für uns ein
unteilbares Menschenrecht.“

—- Ende der Pressemitteilung —

ÜBER DEN BDH BUNDESVERBAND REHABILITATION

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

KONTAKT:

BDH Bundesleitung

Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0
fax 0228-96984-99
mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de
V.i.S.d.P.: Ilse Müller

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