IntensREHA – AOK, DRV und Waldburg-Zeil Kliniken starten Modellprojekt

Veröffentlicht am 18.09.2018 09:07 von Claudia Beltz

IntensREHA – ein Zukunftsmodell

AOK, DRV und Waldburg-Zeil Kliniken starten Modellprojekt für Rückenschmerz-Patienten

Ravensburg/Bodensee-Oberschwaben – Wie können wir Patienten unterstützen, Impulse einer stationären Reha wirklich in den Alltag zu integrieren? Diese Frage beschäftigt nicht nur Ärzte und Therapeuten, sondern auch Kostenträger wie die AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben oder die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg. Gemeinsam haben die AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben, die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg und die Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik Bad Wurzach deshalb ein Reha-Konzept entwickelt, das noch genauer auf die Bedürfnisse zum Beispiel berufstätiger Patienten passt. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit einer Rehamaßnahme zu verbessern.

Im Fokus des Modellprojektes IntensREHA stehen arbeitsfähige Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die bei der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben versichert sind. Mit rechtzeitigem Muskelaufbau und regelmäßiger sportlicher Betätigung lassen sich hier gute Erfolge erzielen. „Doch wie gelingt es uns, dass die Patienten auch nach der stationären Reha aktiv bleiben“, fragt Thomas Pöttgen, Chefarzt Orthopädie der Waldburg-Zeil Klinik. „Wie kann man das Eigentraining nachhaltig gestalten und mit den Empfehlungen der Therapeuten aus der Reha verzahnen?“

Patienten, die sich für das IntensREHA-Modell entscheiden, kommen seit 1. Juni zunächst zwei Wochen in die Fachklinik für Orthopädie, Neurologie und Altersmedizin nach Bad Wurzach. Dort erhalten sie ein intensives Therapieprogramm. Ein Schwerpunkt ist die Gesundheitsbildung. Diese Patienten werden tiefgehend über die Zusammenhänge ihrer Rückenerkrankung aufgeklärt und ihnen wird Rüstzeug für die Zeit nach dem Aufenthalt mitgegeben. Denn schon nach zwei Wochen geht es nach Hause zurück und zum Hausarzt. Der stellt eine ärztliche Empfehlung aus – für das Rückentraining in einem der drei AOK-RückenStudios in der Region Bodensee-Oberschwaben – in Sigmaringen, Ravensburg oder Friedrichshafen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Patienten trainieren in den AOK-RückenStudios über sechs Monate hinweg nach dem AOK-RückenKonzept. „Die Wirkung des AOK-RückenKonzeptes ist wissenschaftlich nachgewiesen, wobeidas Ergebnis durchgehend positive Effekte durch das regelmäßige Training bestätigt“, betont AOK-Geschäftsführer Roland Beierl. Zunächst stehen zwei, später ein Termin pro Woche an. Dabei werden die Rückenpatienten von speziell ausgebildeten Trainern begleitet, so dass das selbstständige Training nahtlos an die hohen Standards der Reha anknüpft. Die Krankengymnasten der Rehaklinik Bad Wurzach kennen die Ausstattung der AOK-RückenStudios und tauschen sich mit ihren Fachkollegen aus. Außerdem haben Patienten die Möglichkeit, ihre Therapeuten in Bad Wurzach zu kontaktieren. So haben die Patienten mehr Sicherheit, sie fühlen sich im Training fachlich gut begleitet.

Nach rund einem halben Jahr kehren die Patienten noch einmal für eine Woche intensive Reha nach Bad Wurzach zurück. Dort werden die Daten des Trainings aus den AOK-RückenStudios ausgewertet, die Patienten genau untersucht und, gemeinsam mit den Therapeuten, individuell überprüft, ob die Muskelkraft zugenommen hat und welche nächsten Schritte nun sinnvoll sind.

Dem Patienten die Planbarkeit erleichtern

Die Vorteile von IntensREHA sind bereits nach einem Vierteljahr Modellprojekt sichtbar. „In wissenschaftlichen Studien hat sich gezeigt, dass die durch die Rehabilitation erreichten Erfolge und gesundheitlichen Verbesserungen umso länger erhalten bleiben, je besser eine Überleitung des Gelernten in Alltag und Beruf gelingt. Die erforderlichen Verhaltensänderungen müssen geübt sowie für sinnvoll und umsetzbar erachtet werden“, so Thomas Ritter, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg. Von IntensREHA erwarten sich die Projektteilnehmer deutliche Verbesserungen, so der Projektverantwortliche der DRV-Baden-Württemberg weiter.

Das Regionalzentrum Ravensburg der DRV Baden-Württemberg wählt federführend die

Teilnehmenden aus. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Rehazeit insgesamt ändert sich für den Patienten nicht. Durch die Splittung trainieren Patienten jedoch regelmäßiger und über einen längeren Zeitraum. Sie festigen so das Gelernte, die Beschwerden werden weniger oder klingen ganz ab. Durch die unkomplizierte Organisation über die drei AOK-RückenStudios, den intensiven Block mit Selbsttraining, die Möglichkeit, sich telemedizinisch mit den Therapeuten auszutauschen, und die ausführliche Beratung sowie Begleitung ändern Patienten nachhaltiger ihren Lebensstil. Sie können nun wieder mehr am beruflichen wie privaten Leben teilhaben.

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Claudia Beltz

Claudia Beltz
Waldburg-Zeil Kliniken
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