Inklusion durch Bildung – Bundeskanzlerin besucht die Berufsbildungswerke

Veröffentlicht am 05.02.2016 11:03 von Redaktion RehaNews24

Greifswald, den 03.02.2016

Pressemitteilung

 

 

w-IMG_6166Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am 03. Februar 2016 das BerufsBildungsWerk Greifswald, um sich ein Bild davon zu machen, wie Inklusion und Integration gelebt und in die Tat umgesetzt werden können. Dabei informierte sie sich bei Jugendlichen über ihre individuelle Ausbildung und die nachfolgenden Berufswege.

 

Berlin / Greifswald – Im Zentrum des Besuches stand vor allem die Frage, wie Berufsbildungswerke jungen Menschen mit Handicap Bildungschancen eröffnen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der engen Kooperation mit regionalen Unternehmen zur gezielten Fachkräftegewinnung.

Michael Breitsameter, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, ging auf die Vorteile dieser Ausbildungsleistung der Berufsbildungswerke ein. Neben der Kompetenzabklärung und berufsvorbereitenden Maßnahmen bieten sie die duale berufliche Ausbildung in über 230 Berufen an. Dabei arbeiten die Berufsbildungswerke deutschlandweit mit über 14.000 Wirtschaftsunternehmen und spezialisierten inklusiven Berufsschulen zusammen. Ziel ist es, den Teilnehmern durch eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Der Erfolg dieser Bemühungen wurde bereits 2010 durch das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) bestätigt: 70 Prozent der jungen Menschen sind zehn Jahre nach Ihrer Ausbildung in einem Berufsbildungswerk in Arbeit. Verzahnte Ausbildungsmodelle sollen in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Bei allen angebotenen Leistungen ist der konkrete Bedarf des Auszubildenden der Maßstab: „Die individuell erforderlichen Reha-Leistungen werden durch ein Reha-Management im Hintergrund koordiniert und in die Ausbildung integriert“ so die Leiterin des BBW Greifswald Andrea Kuhsen.

Während ihres Besuchs kam die Bundeskanzlerin auch mit Auszubildenden ins Gespräch. Stefanie Anton und Marco Kogina berichteten von Ihren Erfahrungen im BBW und erzählten, welchen Einfluss die Ausbildung auf ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ihr Leben insgesamt hat. „Mit der Begleitung durch das Berufsbildungswerk konnte ich mich beruflich orientieren. Durch die Unterstützung der Mitarbeiter wie Medizinern und Sozialpädagogen ist mir die Ausbildung erst möglich“, sagte Marco Kogina.

Die Bundeskanzlerin zeigte sich in der Gesprächsrunde mit Vertretern der BAG, des BBW, Auszubildenden und Wirtschaftsvertretern entschieden, die duale Berufsausbildung und die Meisterausbildung zu erhalten. In der Diskussion wurde der Wert der dualen Ausbildung angesichts der anstehenden Herausforderungen im Bereich der Integration junger Menschen mit Fluchthintergrund deutlich. Aufgrund ihrer besonderen Kompetenzen im Bereich inklusiver Ausbildungsleistungen erbringen die Berufsbildungswerke bereits jetzt in zahlreichen Regionen einen wichtigen Beitrag bei der Integrationsbegleitung junger Menschen.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde nutzte die Bundeskanzlerin die Chance, bei einem Rundgang durch die Ausbildungsstätten der Baugruppenmechaniker mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Zwischen Leiterplatte, Kabelbaum und Steuerungstechnik unterhielt sie sich mit den Auszubildenden über deren Bildungsweg und Zukunftspläne. Die Bundeskanzlerin zeigte sich anschließend beeindruckt von den Möglichkeiten vor Ort:

„Ich habe hier ein wunderbares Stück Berufsbildung gesehen ‑ inklusiver Berufsbildung auch für Menschen mit Behinderungen. Es zeigt sich hier, dass mit einer unglaublich engagierten Mitarbeiterschaft und sehr interessierten jungen Menschen etwas sehr Einzigartiges in der Region geschaffen wurde.“

Anerkennend stellte sie fest, dass sich die Berufsbildungswerke jungen Menschen mit Fluchthintergrund geöffnet haben. „Die haben doch auch ein Recht auf Bildung wie wir“ unterstrich die junge Auszubildende Stefanie Anton.

 

Kontakt und Nachfragen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW), Sylvia Kurth, Oranienburger Straße 13/14, 10178 Berlin, Tel: 030 2639809-90,
Email: sylvia.kurth@bagbbw.de, Internet: http://www.bagbbw.de

BerufsBildungsWerk Greifswald der Diakoniewerk Greifswald gGmbH, Philipp Peuß, Pappelallee 2, 17489 Greifswald, Tel: 03834-873136,
Email: peuss@bbw-greifswald.de, Internet: http://www.bbw-greifswald.de

 

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