Immer mehr Lehrer brennen aus – Mediziner rät, Warnsignale ernst zu nehmen

Veröffentlicht am 27.04.2011 12:17 von redaktion

Bad Lippspringe. Das Burn-Out-Syndrom gilt als typisches Krankheitsbild in den Führungsetagen der Wirtschaft und den helfenden Berufen unserer Zeit. Doch auch andere Berufszweige sind zunehmend betroffen. „Wir behandeln immer mehr Lehrerinnen und Lehrer”, sagt Dr. Gerd Kötschau. Er ist Chefarzt der Fachklinik für Psychosomatik in der Klinik Martinusquelle in Bad Lippspringe. Einer seiner Schwerpunkte ist die Behandlung von Menschen, die im Alltag überlastet sind und dann eine Reha-Maßnahme verschrieben bekommen. „Das Burn-Out-Syndrom gilt als tabuisiertes Krankheitsbild”, sagt Kötschau. „In unserer Leistungsgesellschaft wird die nicht mehr vorhandene Stressresistenz als Schwäche und nicht als Erkrankung wahrgenommen.”

Auch Lehrerinnen und Lehrer seien aber in den vergangenen Jahren einem immer höheren Druck ausgesetzt. Ein großer Prozentsatz erreicht nicht das Pensionsalter, sondern geht vorzeitig in den Ruhestand, wobei sich die Verantwortlichen mit genauen Zahlen bedeckt halten. Nach Erfahrung von Dr. Gerd Kötschau sind es immer wieder dieselben Gründe, die für das berufliche Ausgebranntsein verantwortlich sind: „Viele Nationalitäten in der Klasse, relativ große Klassen, Konfliktfelder mit schwer zu motivierenden Kindern, deren Eltern und der Schulleitung. Die Lehrer stehen mitten im Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen.” Das idealisierte Lehrerbild sähe den Pädagogen als Kumpeltyp, der aber dennoch durchsetzungsfähig und zugleich gerecht sei. Hier sind nach Meinung von Kötschau „innere und äußere Konflikte vorprogrammiert.”

Wichtig ist es, erste körperliche Warnsignale ernst zu nehmen. Andauernde Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen könnten die Zeichen für den Beginn eines Burn-Out-Syndroms sein. In diesem Falle sollte ein Nervenarzt oder Psychologe aufgesucht werden. Im Rahmen einer Reha-Maßnahme, wie sie auch in Bad Lippspringe durchgeführt wird, erlernen die Betroffenen, den Alltag besser zu bewältigen, die Konflikte zu lösen und mit Stress umzugehen. Wichtige Maßnahmen sind verschiedene Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, medizinisches Qigong und therapeutisches Bogenschießen, aber auch die Physiotherapie, Sport und Bewegung gehören zum Konzept.

Kontakt für Rückfragen:

Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH – MZG Westfalen
Heiko Appelbaum, Pressesprecher
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252 / 95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de

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