Im Lernunternehmen des Berufsförderungswerks Hamburg lernen, wie Unternehmen wirtschaften – und spenden

Veröffentlicht am 07.02.2015 18:54 von Riedel

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Bei einer außergewöhnlichen Spendenaktion für Asylbewerber lernen Teilnehmer/innen einer beruflichen Reha-Umschulung des Berufsförderungswerks Hamburg (BFW) die berufliche Wirklichkeit gleich zweifach kennen. Einerseits arbeiten sie in der BFW-Lernfirma Inform nach Regeln einer realen Firma und erleben so Business durch Learning by Doing. Andererseits setzten sie jetzt dieses Learning by Doing im wirklichen Leben um: Die Inform-Mitarbeiter/innen führten eine Spendenaktion zu Gunsten von Asylbewerbern durch – wie eine Pro Bono-Aktion eines ganz „normalen“ Unternehmens. Etwa 40 Inform-Mitarbeiter waren mit Planung, Bedarfsanalyse, Akquise, Entgegennahme, Sortierung, Konfektionierung und Verteilung von Kleidung, Spielzeug, Kleinmöbeln, Werkzeug oder Schreibwaren befasst. Die Zielgruppe: Anfang des Jahres bezogen über 400 Flüchtlinge aus 13 Nationen ein ehemaliges Gebäude des Berufsförderungswerks, unter ihnen über 220 Kinder.

„Es ergibt sich eine Win-Win-Situation. Unsere Umschüler lernen nicht nur im Lehrsaal, wie Firmen ticken. Sie haben bei der Spendenaktion auch erfahren, wie ein echtes Unternehmen eine Pro Bono-Aktion umsetzt, indem sie es selbst gemacht haben. So haben wir gemeinsam gelernt und gleichzeitig eine Willkommenskultur gepflegt, um denen zu helfen, die bei uns ein erstes Zuhause gefunden haben“, sagt Sybille Kröger, Leiterin von INFORM.

Bei INFORM werden Kaufmännische Assistenten in verschiedenen Arbeitsbereichen wie Empfang, Warenabwicklung oder Verkauf ausgebildet. Geschäftsmodell und -gegenstand berühren  dabei wieder die Ausbildungswirklichkeit: Inform handelt mit dem, was Menschen für einen beruflichen Neustart brauchen. Für Bewerbungskandidaten hat INFORM passende Bekleidung auf Lager, von der Krawatte bis zum Kostüm. Personalabteilungen stattet INFORM mit Büromaterial, aber auch mit Kaffee und Gebäck für das Bewerbungsgespräch aus. „Bei Inform verlassen wir den Frontalunterricht. Wir kommen der Wirklichkeit sehr nah, weil wir wie im richtigen Leben arbeiten“, so Kröger. Etwa 40 Umschüler/innen, die ihren bisherigen Job aufgrund von Krankheit oder Unfall aufgeben mussten, werden hier in der Fachrichtung „Kaufmännische Assistenz“ ausgebildet. Dabei ist für die Teilnehmer je nach Vorwissen und Disposition eine individuell angepasste Laufzeit möglich. Die Vollausbildung dauert (inklusive Praktika) 18 Monate. Die durchschnittlich 12-monatige I plus Maßnahme baut stark auf bereits erworbenem Vorwissen auf und zielt ab auf eine rasche Integration in das Berufsleben – inklusive Know How bei der Durchführung von unternehmerischen Benefiz-Aktionen.

Kontakt: Carsten Friedrichsen | Leiter Marketing PR. 040 645 81-1806 | friedrichsen@bfw-hamburg.de

 Das Berufsförderungswerk Hamburg (BFW) bietet Leistungen zur beruflichen Umschulung und Wiedereingliederung von Erwachsenen, die ihren Beruf aufgrund Erkrankung, Unfalls o.ä. nicht mehr ausüben können. Das Ziel ist, Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen individuelle Wege zurück in den Beruf zu bieten. Gesellschafterin: Freie und Hansestadt Hamburg. Kostenträger: Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Nord, die Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGUV), Bundesagentur für Arbeit. Jens Mohr, Geschäftsführer / Dr. Volker Bonorden, Aufsichtsratsvorsitzender WWW.bfw-hamburg.de,  August-Krogmann-Straße 52, 22159 Hamburg

 

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