Herzrhythmusstörungen – Herz aus dem Takt, VHS-Vortrag am 23.09. in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Veröffentlicht am 03.09.2010 07:58 von Alexander Schunicht

Bad Driburg. Jeder kenn es: Das Herz beginnt vor Aufregung „zu rasen“ oder es bleibt „vor Angst stehen“. Einen Arzt aufzusuchen ist jedoch bei unregelmäßigen Herzschlag kein Grund. Wenn jedoch das Herz auch im Normalzustand „aus dem Takt“ gerät und zusammen mit einem Schwindelgefühl auftritt oder mit einem Durck auf der Brust einhergeht. Dahinter kann dann eine Herzerkrankung stecken.

Als natürlicher Schrittmacher des Herzens funktioniert der sogenannte Sinusknoten, erklärt Dr. Gabriele Augsten, Chefärztin der Knappschafts-Klinik Bad Driburg. Der Sinusknoten sendet regelmäßig Impulse an den zwischen Vorhof und Herzkammer liegenden AV-Knoten (Atrioventrikularknoten). Die elektrischen Reize leitet der AV-Knoten dazu den Herzkammern und stößt das Zusammenziehen des Herzmuskels an. Das Herz eines Erwachsenen schlägt 60- bis 70-mal je Minute. Es kommt zu Herzrhythmusstörungen wenn die Weiterleitung des Impulses gestört ist. Eine Tachykardie liegt vor, wenn das Herz durch diese Störung beschleunigt wirrd; das Herz macht dann über 100 Schläge/Minute. Als Bradykardie wird bezeichnet, wenn sich das Herz verlangsamt und weniger als 50-mal je Minute schlägt. Die Auswirkungen dieser Herzrhythmusstörungen sind sehr unterschiedlich: Das schnelle Zusammenziehen des Herzmuskels bei einer Tachykardie sorgt dafür, dass das Herz nicht mehr ausreichend pumpen kann und der Körper nicht mehr genügend mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird. Der Zustand ist lebensgefährlich! Eine Bradykardie, ein verlangsamter Herzschlag, macht sich durch Erschöpfung, Schwindel oder durch Ohnmacht bemerkbar.

Im Extremfall kann eine Herzrhythmusstörung „aus dem Nichts“ heraus zum Herzstillstand und damit zum Tod führen, so die Kardiologin Dr. Augsten. Die große Mehrzahl der Herzrhythmusstörungen verursacht jedoch keine Beschwerden. Sie werden bei einer Routineuntersuchung eher zufällig entdeckt und bedürfen in der Regel keiner weiteren Behandlung. Als Hauptursachen von im Laufe des Lebens erworbenen Herzrhytmusstörungen gelten die Verengung der Herzkranzgefäße und der Herzinfarkt. Herzklappenfehler oder eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) gelten beispielsweise als weitere Ursachen für eine Herzryhthmusstörung. Auch Alkohol, Medikamente, Stress oder eine Überfunktion der Schilddrüse können zu Herzrhythmusstörungen führen. Beim Verdacht auf eine Herzrhythmustörung sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Durch eine Pulsmessung kann der Arzt erkennen, ob das Herz „richtig“ schlägt. Ergänzend wird eine Elektrokardiograpie (EKG) durchgeführt. Bei einem gesunden Herz zeigt das EKG bei allen Menschen ein ähnliches Bild. Durch Herzrhythmusstörungen verändert sich dieses Bild. Mit Medikamenten werden krankhafte Veränderungen des Herzrhythmus behandelt. Herzschrittmacher werden eingesetzt, wenn das Herz zu langsam (Bradykardie) schlägt. Im Rahmen einer Herzkatheter-Behandlung können in besonderen Fällen die Herzfasern, von den die Rhythmusstörungen ausgehen, verödet werden.

Einen auführlichen Einblick, zum Thema, wenn das Herz aus dem Takt gerät bietet die VHS-Vortragsveranstaltung. Was sind Herzrhythmusstörungen? Wie erkenne ich sie? Was kann ich selber tun? Diese und weitere Fragen beantwortet die Knappschafts-Klinik, Schwerpunkt-Klinik für kardiologische Rehabilitation, an diesem Themenabend in Kooperation mit der Volkshochschule Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Steinheim.

Um 18:30 Uhr erfolgt die Begrüßung mit anschließendem Vortrag zum Thema „Herzrhythmusstörungen – Herz aus dem Takt“ durch Frau Dr. med. Gabriele Augsten, Kardiologin und Chefärztin der Knappschafts-Klinik Bad Driburg.

Im Anschluss daran, gegen 19:30 Uhr, wird Frau Hildegard Claes, Diätassistentin der Knappschafts-Klinik das Wort übernehmen und zu den Thema „Cholesterin und Herzerkrankungen“ referieren.

Nach dem Abschluss der Veranstaltung um 20:00 Uhr besteht die Möglichkeit der Diskussion bei warmen und kalten Getränken und Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern.

Der Vortrag findet statt am 23.09.2010 im Veranstaltungssaal in der Knappschafts-Klinik, Georg-Nave-Str. 28, 33014 Bad Driburg in der Zeit von 18:30 – 20:00 Uhr. Der Vortrag ist entgeltfrei.

Klinikinformationen unter www.knappschafts-klinik-driburg.de


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Alexander Schunicht

Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter

Knappschafts-Klinik
Georg-Nave-Str. 28, 33014 Bad Driburg
Tel.:05253 / 83 - 440, Fax:05253 / 83 - 210

email:vl.kkbd@t-online.de
web:www.knappschafts-klinik-driburg.de

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