Grundsatz „Reha vor und bei Pflege“ konsequent umsetzen

Veröffentlicht am 24.10.2011 11:27 von redaktion

Pressemitteilung 12-2011 (24.10.2011)

Bundesverband Geriatrie e.V. betont im Rahmen des Rehatages Potenzial von Rehabilitationsleistungen / Geriatrische Institutsambulanzen als Instrument zum Ausbau der Versorgung

Im Rahmen der jährlichen parlamentarischen Gespräche des Rehatages hat der Bundesverband Geriatrie e.V. die enge Verzahnung von Rehabilitation und Pflege betont. „Unsere Diskussionen mit Abgeordneten des Bundestages, Vertretern von Ministerien und Verbänden aus dem Rehabereich in den vergangenen Tagen haben bestätigt, dass der Zugang zu Leistungen der Rehabilitation für Menschen, die bereits Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, erleichtert beziehungsweise deren Anspruch auf eine den Notwendigkeiten entsprechende Rehabilitation überhaupt verwirklicht werden muss“, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbands, Dirk van den Heuvel, am Montag in Berlin. Übereinstimmend sei festgestellt worden, dass das bestehende System verbessert werden müsse, um den Grundsatz „Reha vor und bei Pflege“ umzusetzen.

„Wenn durch Rehabilitation Leistungen der Pflegeversicherungen verzögert oder vermindert werden können, ist dies ein direkter Vorteil für die gesetzliche Pflegeversicherung“, erläuterte van den Heuvel. Allerdings könne die Pflegeversicherung nicht eigenständig Rehaleistungen veranlassen bzw. genehmigen, da sie selbst kein Rehaträger ist. „Durch diese sozialrechtliche Trennung fallen das versorgungspolitische und das finanzielle Interesse auseinander, was von allen Beteiligten als zentrales Problem gesehen wird.“ Bei den Gesprächen habe Einigkeit darüber bestanden, dass eine Besserung dieser Situation nur durch die Ausgestaltung der gesetzlichen Pflegeversicherung als eigenständiger Rehaträger erreicht werden könne. Gerade angesichts der  durch die demografische Entwicklung noch wachsenden Bedeutung der Rehabilitation sei schnelles Handeln notwendig, so der Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie.

In diesem Zusammenhang verwies Dirk van den Heuvel auf das Potenzial geriatrischen Institutsambulanzen, die in stationären Einrichtungen der Geriatrie die ambulante Versorgung von Patienten übernehmen könnten. „Eine solche, derzeit im Gesetzgebungsverfahren erörterte Variante könnte deutliche Vorteile für ältere und multimorbide Patienten bringen, die nicht adäquat von niedergelassenen Ärzten versorgt werden können.“ Zudem würde die insgesamt noch unzureichende Dichte der geriatrischen Versorgung zumindest kurz- bis mittelfristig kompensiert. „Alle am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten sind hier gefordert, zügig eine ambulante Versorgung geriatrischer Patienten in den entsprechenden klinischen Einrichtungen zu ermöglichen“, bekräftigte der Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie e.V.. Damit werde auch dem Anliegen des Versorgungsgesetzes, in unterversorgten Regionen eine fachspezifische Versorgung sicherzustellen, entsprochen.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

Bundesverband Geriatrie e.V.

Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

uweh.sattler@bv-geriatrie.de

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Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

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Fax: 030 / 339 88 76 – 20

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