Gesundheitsminister stärkt Rehabilitation

Veröffentlicht am 01.12.2014 12:40 von admin

 

Ein beeindruckendes Bekenntnis zur Bedeutung der Rehabilitationsmedizin für Patienten gab Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei der Eröffnung des Herzparks Hardterwald in Mönchengladbach. Ganz im Sinne der BDPK-Forderungen im sich verändernden Gesundheitssystem und aufgrund des medizinischen Fortschritts stellte der Gesundheitsminister fest, dass Reha-Potentiale nicht ausreichend genutzt werden. Er unterstrich die im Koalitionsvertrag festgehaltenen Schritte Prävention vor Rehabilitation vor Pflege, die in der älter werdenden Gesellschaft von herausragender Bedeutung seien.

Der Gesetzentwurf des Präventionsgesetzes wird voraussichtlich in diesem Jahr noch dem Kabinett vorgelegt, bestätigte der Gesundheitsminister. Je früher Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung einsetzten, umso besser. Die hohe Kompetenz der Ärzte solle nicht nur in der Behandlung von Krankheiten genutzt werden sondern auch in der Prävention. Gesundheitsuntersuchungen sollen ebenfalls präventionsorientiert fortentwickelt werden, um zahlreiche Krankheiten zu vermeiden oder günstig zu beeinflussen, so Gröhe.

Er betonte ebenfalls, dass eine gute Versorgungsqualität nicht allein von der akutmedizinischen Versorgung abhänge sondern dass auch die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation entscheidend sind. Für die Gesellschaft sei es von hohem Interesse, dass Betroffene nach einer Erkrankung bald in ihren normalen Alltag und damit auch ins Erwerbsleben zurückkehren könnten. Die in diesem Fall für die Rehabilitationsleistungen zuständige gesetzliche Rentenversicherung habe das Ziel, die Sicherung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit ihrer Versicherten zu erreichen. Deshalb sei es gut, dass im Gesetz über die Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung das jährliche Budget zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation rückwirkend zum 1. Januar 2014 um aktuell rund 100 Millionen Euro erhöht wurde.

Anders stelle sich die Lage jedoch in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der sozialen Pflegeversicherung dar, obwohl Einigkeit darüber herrsche, dass durch Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation Pflegebedürftigkeit vermieden, zumindest aber gemindert werden könne. Daher überrasche die niedrige Zahl von Rehabilitationsempfehlungen bei den Pflegebegutachtungen. Nur ein kleiner Teil der Empfänger von Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalte auch Rehaleistungen.

Es seien neben konkreten Aufträgen an GKV und MDK zur Begutachtungsrichtlinie und Vordrucken auch gesetzgeberische Maßnahmen notwendig, damit Versicherte, bei denen eine Rehabilitation Erfolg verspreche, die Maßnahmen auch bekommen. Im Rahmen der Vorbereitung des 2. Pflegestärkungsgesetzes werde entschieden, ob weitere gesetzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Grundsatzes „Rehabilitation vor Pflege“ notwendig sind.

Mit diesen klaren Worten legte Minister Gröhe den Finger in die Wunde und zeigte den bestehenden Handlungsbedarf auf.

 

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Herzpark Mönchengladbach

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