Gesundheitsgipfel mit Bundesminister Daniel Bahr: Prävention und Rehabilitation sind eine gute Investition

Veröffentlicht am 24.02.2012 18:37 von redaktion

Gesundheitspolitische Weichenstellungen: Gesundheitsgipfel mit Bundesminister Daniel Bahr
Prävention und Rehabilitation sind eine gute Investition

Bad Füssing. Der Gesundheitsgipfel im niederbayerischen Bad Füssing mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sowie Spitzenvertretern der Krankenkassen und Verbände hatte sich das anspruchsvolle Thema: „Verlängerung der Lebensarbeitszeit: Herausforderungen und Optionen für die Gesundheitspolitik“ gestellt. Unter Moderation von Professor Dr. Bert Rürup, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrates, diskutierten Klaus Holetschek, Präsident des bayerischen Heilbäder-Verbandes, Dr. Volker Leienbach, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der Privaten Krankenversicherung sowie die Vorstandsvorsitzenden Dr. Helmut Platzer, AOK-Bayern und Professor Dr. Herbert Rebscher, DAK.

Bundesgesundheitsminister Bahr stellte in seiner Rede notwendige Weichenstellungen in den Mittelpunkt, um die hohe Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens trotz der Bevölkerungsalterung dauerhaft zu erhalten

Gastgeber Dr. Johannes Zwick, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Klinikgruppe Johannesbad hatte in seiner Begrüßungsansprache Möglichkeiten von Prävention und Rehabilitation als langfristig wirkende Optionen der Gesundheitspolitik ins Spiel gebracht.

Professor Dr. Rürup stellte vor sein Eingangsstatement die Frage: „Wie kann Deutschland erfolgreich altern?“ als die große Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Zielführende Optionen seien die Steigerung der sehr geringen Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen, die Senkung der hohen Schulabbrecherquoten oder die Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer. In den kommenden Jahrzehnten werde daher auch die Rehabilitation einen wichtigen Betrag im Zusammenhang mit der notwendigen Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur Bewältigung des demografisch bedingten Fachkräftemangels leisten müssen. Die wichtigen Gründe dafür, dass Reha-Maßnahmen Pflichtleistungen der Rentenversicherung wie auch der Krankenkassen sind, seien, so Prof. Dr. Rürup, zwar in erster Linie die damit verbundenen Gewinne an Lebensqualität. Nicht vergessen werden dürfte aber der wirtschaftliche Nutzen durch wiederhergestellte Berufsfähigkeit. Kurortvertreter Holetschek forderte die Krankenkassenüberschüsse in Präventionsmaßnahmen zu investieren und wünschte sich mehr Präventionskooperationen zwischen Krankenkassen und Wirtschaft. Prävention sei auch eine in den Kurorten gebotene Chance, die demografische Entwicklung abzufedern.

Dr. Platzer, AOK, sah in der demografischen Entwicklung eine wichtige, aber bei weitem nicht die einzige Herausforderung für die aktuelle Gesundheitspolitik. Der Alterungsprozess betreffe nicht nur die Gesellschaft insgesamt, sondern speziell auch alternde Belegschaften. Deshalb komme der Gesundheitsförderung besondere Bedeutung zu.

Dr. Leienbach stellte die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesen, die gerade auch auf die Private Krankenversicherung zurückzuführen sei in den Mittelpunkt und er wies auf die steigenden Anforderungen an die Reha-Einrichtungen hin, um der Pflegebedürftigkeit präventiv begegnen zu können.

Prof. Dr. Rebscher sagte die demografische Entwicklung werde innovative Formen der Kooperation zwischen Kassen und Betrieben erzwingen, um den Bedarf unserer Gesellschaften des langen Lebens und damit des langen Arbeiten angemessen befriedigen zu können.

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